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Weisheit und Kindererziehung (Teil V)

Der Zorn und die Rute

Einleitung

Egal, worum es geht, es gibt fast immer – mindestens – zwei Extreme, in die man verfallen kann; und beide sind falsch. So ist es zum Beispiel auch, wenn es um den Zorn geht. Margaret Johnston Hess beschreibt eines dieser Extreme in ihrem Artikel „What to Do with Your Anger“ [„Was tun, wenn man sich ärgert”]:

Ein vielbeschäftigter Vater aus der Mittelklasse brütete Monate lang darüber, dass seine 19 Jahre alte Tochter es hartnäckig vorzog, in einer Stadtwohnung zu leben, statt in dem wunderschönen Vorstadthaus, für das er so hart gearbeitet hatte, um es seiner Familie zu ermöglichen. Er hatte das Gefühl, dass sie sich dort mit den falschen Leuten einließ. Seine innerliche Wut wurde immer größer, und eines Abends nahm er einen Revolver und ging zu ihrer Wohnung, entschlossen, sie heim zu holen. Als er sie schlafend fand, in einem Zimmer mit drei jungen Männern, von denen einer bei ihr im Bett lag, schoss er auf den Jungen, der neben ihr lag, traf aber statt dessen seine Tochter tödlich. In bitterer Reue stellte er sich sofort der Polizei. Er hatte seinem Ärger Luft gemacht.54

Oberflächlich betrachtet mag es erscheinen, als läge der Fehler dieses Vaters darin, dass er seinem Ärger Luft machte. Ich neige jedoch zu einer etwas anderen Ansicht: Ich glaube, der Vater hatte den entscheidenden Fehler schon vor den Ereignissen in der Wohnung seiner Tochter gemacht, indem er immer versuchte, seinen Zorn zu unterdrücken. Statt dessen hätte er ihm eher in angemessener Weise Luft machen müssen, bevor er sich von ihm überwältigen ließ.

Margaret Johnston Hess bietet uns ein sehr anschauliches Bild für die Gefahren, die durch unterdrückten Zorn entstehen. Sie schreibt:

In der Nähe einer Stadt im Staat Washington werden Tausende Tonnen von radioaktivem Atommüll in riesigen unterirdischen Behältern gelagert. Die Haltbarkeitsdauer der Behälter liegt bei 22 bis 30 Jahren. Der Müll in ihnen wird seine tödliche Wirkung noch etwa 600 Jahre lang behalten.55

Wenn man versucht, seinen Ärger zu unterdrücken, statt ihm auf angemessene Art Luft zu machen, wird man feststellen, dass Ärger – wie der oben erwähnte Atommüll – sich nicht unter Verschluss halten lässt.

Vielleicht haben manche Christen Schwierigkeiten damit, ihre Launen zu beherrschen; die meisten anderen aber machen eher den Fehler, ihren Zorn zu unterdrücken, manchmal bis zu dem Punkt, dass sie ihn überhaupt verleugnen. Solcher verborgene Ärger hat die Eigenschaft, irgendwann plötzlich auszubrechen, und dann fügt er unseren Beziehungen oft großen Schaden zu.

Wenn es in christlichen Kreisen schon ein Tabu geworden ist, seinen Ärger zu zeigen, dann wird das umso mehr verurteilt, wenn es um die Erziehung von Kindern geht. Immer wieder sagt man uns: „Züchtige niemals dein Kind im Zorn!“ Ich würde sagen, dass eine Züchtigung im Zorn oft, aber nicht notwendigerweise, sündig und schädlich ist – und dass sie es auf keinen Fall sein sollte. Deshalb habe ich diese Lektion dem Verhältnis von Zorn (Ärger) und Zucht gewidmet.

Wer sagt, dass die ‚Rute’ (Züchtigung) niemals eingesetzt werden darf, solange wir zornig sind, behauptet damit, dass elterliche Zucht sich von der göttlichen Zucht unterscheidet, denn aus der Schrift geht eindeutig hervor, dass Gott Seine Kinder im Zorn züchtigt.

„Ihr sollt einer Witwe oder einer Waise kein Leid zufügen. Wenn ihr ihnen in irgendeiner Weise Leid zufügt und sie zu Mir schreien, so werde Ich ihr Schreien gewiss hören, und Mein Grimm wird entbrennen“ (Ex 22:22-24).

Nun wurde das Volk wie Solche, die sich vor den Ohren des Herrn beklagen, dass es ihnen schlecht gehe; und als der Herr das hörte, entbrannte Sein Grimm, und das Feuer des Herrn loderte auf unter ihnen und fraß am Rande des Lagers (Num 11:1, vgl. auch Verse 10, 33).

Darum hörte der Herr und geriet in heftigen Zorn, Und ein Feuer entzündete sich gegen Jakob, Und Grimm kam auch über Israel ... Der Zorn Gottes kam über sie Und tötete einige ihrer kräftigsten Männer Und warf die besten Männer Israels nieder (Ps 78:21,31).

Wach auf. Wach auf. Erhebe dich, o Jerusalem, die du aus der Hand des Herrn den Becher Seines Zornes getrunken hast; den Kelch, der taumeln macht, hast du bis zur Neige geleert (Jes 51:17).

Ich sah, und siehe, das fruchtbare Land war eine Wüste und all seine Städte waren niedergerissen vor dem Herrn, vor Seinem erbitterten Grimm (Jer 4:26).

Ich bin der Mann, der Leid gesehen hat durch die Rute Seines Zornes (Klg 3:1).

Kaum Jemand würde wohl den Zorn des Herrn im Alten Testament abstreiten; viele Menschen aber neigen dann dazu, den Gott des Alten Testamentes doch als irgendwie verschieden von dem Gott des Neuen Testamentes anzusehen. Und doch war auch unser Herr zornig über die Sünde der Menschen (Mar 3:5; vgl. Mat 21:12-14), und in den Gleichnissen, die Gott als Menschen darstellen, erzürnt Er Sich über unrechtes Verhalten (z.B. Mat 18:34, Luk 14:21). Auch das Buch der Offenbarung spricht von denen, die Gott ablehnen und sich ihm widersetzen, als von denjenigen, die den Becher Seines Zornes trinken (Off 14:10).

Nicht jeder Zorn ist göttlich. Deshalb lehrt uns Jakobus: „Des Menschen Zorn bewirkt nicht Gottes Gerechtigkeit“ (Jak 1:20). Paulus war der Meinung, dass Zorn – selbst wenn er auch gerechtfertigt sein mochte – in die Sünde führen kann: „Zürnet, aber sündigt nicht; lasst die Sonne über eurem Grimm nicht untergehen“ (Eph 4:26). Lassen Sie uns jetzt genau untersuchen, welcher Zorn gerecht ist. Dazu wollen wir aus den Schriften die Eigenschaften von Gottes heiligem Zorn ableiten.

1. GERECHTER ZORN WIRD DURCH SÜNDEN HERVORGERUFEN. Durch die gesamte Geschichte Israels hindurch wurde Gottes Unmut erweckt durch die Sünden Seines eigensinnigen und ungehorsamen Volkes.

„Hört das Wort des Herrn, o ihr Könige von Juda und ihr Bewohner Jerusalems. So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: ‚Siehe, ich will ein solches Unheil über diese Stätte bringen, dass Jedem, der davon hört, die Ohren gellen; weil sie Mich verlassen haben, und haben diese Stätte zu einem fremden Ort gemacht und an ihm Opfer verbrannt für andere Götter, die weder sie selbst noch ihre Vorväter noch die Könige von Juda je gekannt hatten; und weil sie diese Stätte mit dem Blut Unschuldiger erfüllt und dem Baal Höhen gebaut haben, um ihre Kinder als Brandopfer für Baal im Feuer zu verbrennen, was Ich weder geboten noch geredet hatte und was Mir nie in den Sinn gekommen ist. Darum siehe, es kommen Tage“, so spricht der Herr, „da diese Stätte nicht mehr Tophet oder das Tal des Ben-Hinnom genannt werden wird, sondern vielmehr das Tal des Gemetzels’“ (Jer 19:3-6).

Nach Ansicht der Sprüche wird ein König zurecht durch Sünden erzürnt.

Das Wohlgefallen des Königs liegt auf dem Knecht, der weise handelt, Aber sein Grimm richtet sich auf den, der schändlich handelt (Spr 14:35).

Entsprechend werden Regierungen nach dem Neuen Testament von Gott eingesetzt, um Zorn über die Sünder zu bringen.

Denn sie (die Regierung) ist Gottes Dienerin zu deinem Besten. Wenn du aber Schlechtes tust, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht ohne Grund; denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin, die Zorn bringt über den, der Böses treibt (Rö 13:4).

Gottes Grimm wird an jeder einzelnen Stelle, die ich in den Schriften gefunden habe, allein durch die Sünde des Menschen hervorgerufen. Rein menschlicher Ärger, wie er durch Ichbezogenheit und Ungeduld entsteht, ist sündig (Mat 5:22; Eph 4:31).

2. GERECHTER ZORN IST KEIN ANLASS ZU SÜNDIGEN. Gottes Zorn hat nicht nur einen gehörigen Grund (die Sünde der Menschen), sondern beschränkt sich auch gehörig auf sein Ziel. In jedem Fall göttlicher Züchtigung musste Gottes Volk anerkennen, dass Gott gerecht gezüchtigt hatte. Diese Tatsache findet auch Ausdruck in Nehemias Gebet für sein Volk:

„Daher nun, unser Gott, du großer, mächtiger und Furcht einflößender Gott, der den Bund und die Güte bewahrt, lass all die Mühsal nicht bedeutungslos erscheinen vor Dir, die auf uns und unsere Könige, unsere Fürsten, unsere Priester, unsere Propheten, unsere Väter und auf Dein ganzes Volk herabgekommen ist von den Tagen der Könige von Assyrien bis auf den heutigen Tag. Du aber bist gerecht in Allem, das über uns gekommen ist, denn Du hast treu gehandelt, wir aber haben böse gehandelt“ (Ne 9:32-33).

Gott hat niemals Gefallen daran, Seine Kinder zu züchtigen. Er tut es zögernd und mit Bedauern. Göttliche Zucht ist Gottes „ungewöhnliches Werk“ (Jes 28:21).

Im Anfang der Herrschaft von Jojakim, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, erging dieses Wort vom Herrn: „So spricht der Herr: ‚Tritt in den Vorhof am Hause des Herrn und sprich zu denen, die aus allen Städten von Juda gekommen sind, um im Hause des Herrn anzubeten, all die Worte, die Ich dir geboten haben ihnen zu sagen. Nimm kein einziges Wort hinweg! Vielleicht werden sie zuhören und umkehren, ein Jeder von seinem schlechten Weg, damit auch Mich das Unheil reuen könne, das Ich ihnen anzutun gedenke um ihrer bösen Taten Willen’“ (Jer 26:1-3).

Gottes Züchtigung war hart, aber niemals eine Misshandlung. Es gibt Menschen, die ihre Brutalität mithilfe von Bibelzitaten zu rechtfertigen versuchen. Sie sollten sich dessen bewusst sein, dass Gottes Grimm niemals außer Kontrolle gerät, und niemals züchtigt er erbarmungslos oder behandelt Seine Kinder ohne Gnade.

Denn ihr Herz war nicht fest bei Ihm, Noch hielten sie treu an Seinem Bund. Er aber, Der barmherzig ist, vergab ihre Schuld und verdarb sie nicht, Und oft hielt Er Seinen Grimm zurück Und ließ nicht Seinen ganzen Zorn aus. So gedachte Er dessen, dass sie nur Fleisch waren, Ein Hauch, der dahingeht und nicht wiederkehrt (Ps 78:37-39).

Der Herr ist barmherzig und gnädig, Langsam zum Zorn und überströmend von Güte. Er wird nicht für immer mit uns hadern, Noch wird Er ewig zornig bleiben. Er hat uns nicht nach unseren Sünden behandelt, Noch hat Er uns unsere Schuld vergolten. Denn so hoch, wie die Himmel über der Erde sind, So groß ist Seine Güte gegenüber denen, die Ihn fürchten (Ps 103:8-11).

In 2.Samuel 24 versündigt sich David gegen den Herrn, indem er die Israeliten zählen lässt (Vers 1). Durch den Propheten Gad wird David mitgeteilt, dass er die Form seiner Strafe selbst wählen könne. Zur Auswahl stehen drei Möglichkeiten: (a) sieben Jahre Hungersnot; (b) drei Monate in der Hand seiner Feinde oder (c) drei Tage Pest (Vers 13). David wählte das Letztere, und zwar aus dem folgenden Grund:

„Ich bin in großer Bedrängnis. Lass uns nun in die Hand des Herrn fallen, denn Sein Erbarmen ist groß, aber in die Hände von Menschen lass mich nicht fallen“ (2.Sa 24:14).

David hatte erfahren, was wir alle bei unserer elterlichen Zucht wissen und selber praktizieren müssen: Gottes Zucht wird immer getragen von Mitleid und Gnade.

3. GERECHTER ZORN IST NIEMALS EIN LIEBESENTZUG, SONDERN IMMER EIN AUSDRUCK DER LIEBE. Gott zieht sich nicht aus Seiner Liebe für uns zurück, wenn Er uns züchtigt; sondern Er züchtigt uns, wenn wir uns aus Seiner Liebe zurückgezogen haben.

Dann kam der Geist Gottes über Sacharja, den Sohn des Priesters Jehojada; und er trat vor das Volk und sprach zu ihnen: „So hat Gott gesprochen: ‚Warum übertretet ihr die Gebote des Herrn, so dass ihr kein Gelingen haben könnt? Weil ihr den Herrn verlassen habt, hat Er euch seinerseits verlassen’“ (2.Chr 24:20).

„Aber dieses Volk hat ein störrisches und rebellisches Herz; sie haben sich abgewandt und gehen ihrer Wege. Sie sagen nicht in ihrem Herzen: „Lasst uns doch den Herrn unseren Gott fürchten, der uns Regen gibt zur rechten Zeit, den Herbstregen und den Frühlingsregen zu seiner Zeit, und der die Wochen der Ernte einhält wie versprochen.“ Eure eigenen Missetaten haben diese Dinge verhindert, und eure Sünden halten das Gute von euch fern“ (Jer 5:23-25).

„Du hast Mich verlassen, spricht der Herr, und rückwärts geht dein Weg fortwährend. Daher werde Ich Meine Hand gegen dich ausstrecken und dich verderben; Ich bin es müde, mich immer wieder erweichen zu lassen“ (Jer 15:6).

„Aber Ich halte dir entgegen, dass du die Liebe, die du zuerst hattest, verloren hast. Gedenke also dessen, wovon du abgefallen bist, und bereue und tue wieder, wie du früher getan hast; anderenfalls werde Ich zu dir kommen und deinen Leuchter von seinem Platz fortstoßen – es sei denn, du bereust“ (Rev. 2:4-5).

Gottes Grimm, so wie er sich in der Züchtigung Seiner Kinder äußert, steht nicht im Gegensatz, sondern im Einklang mit Seiner Liebe. Mancher will uns weismachen, dass wir die Rute nicht einsetzen dürfen, weil das nicht liebevoll sei. Die Bibel aber sagt uns das Gegenteil:

Ich weiß, o Herr, dass Deine Urteile gerecht sind Und dass Du mich in Treue niedergebeugt hast (Ps 119:75).

Denn wen der Herr liebt, den weist Er zurecht, gleich wie ein Vater den Sohn, an dem er Gefallen hat (Spr 3:12).

„Mein Sohn, achte die Züchtigung des Herrn weder gering noch verzage, wenn du von Ihm zurechtgewiesen wirst; denn die der Herr liebt, die züchtigt Er, und Er sucht einen Jeden heim, den Er als Sohn aufnimmt“ (Heb 12:5-6).

„Die ich lieb habe, weise Ich zurecht und nehme sie in Zucht; seid daher eifrig, Buße zu tun“ (Off 3:19).

Das Buch der Sprüche sagt Eltern: ein Kind zu lieben heißt, es zu züchtigen; und wenn man versäumt, es zu züchtigen, so bedeutet das, dass man es nicht liebt.

Wer die Rute zurückhält, hasst seinen Sohn; Aber wer ihn liebt, sucht ihn heim mit Züchtigung (13:24).

Gerechte Entrüstung über Widersetzlichkeit und Ungehorsam eines Kindes entsteht aus dem Wissen der Eltern, dass solche Haltung und Benehmen nicht den eigentlichen Interessen des Kindes dienen, sondern zu seiner Vernichtung führen. Zorn (und die Rute) stehen nicht im Widerspruch zur elterlichen Liebe, sondern sie sind ein Ausdruck der Liebe.

4. GERECHTER ZORN ERHEBT SICH LANGSAM. Fromme Menschen sind wie Gott, der langsam zum Zorn ist. Der Zorn der Bösen dagegen entflammt rasch.

Du aber, o Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, langsam zum Zorn und überströmend an Güte und Wahrhaftigkeit (Ps 86:15).

Wer langsam ist zum Zorn, ist reich an Verständnis; Aber wer reizbar ist, vermehrt die Torheit (Spr 14:29).

Der langsam ist zum Zorn ist besser als ein Starker, Und der seinen Geist beherrscht als der Eroberer einer Stadt (16:32).

Ihr wisst dies, meine geliebten Brüder. Jeder Mensch soll schnell sein zum Hören, langsam zum Reden und langsam zum Zorn; denn des Menschen Zorn bewirkt nicht Gottes Gerechtigkeit (Jak 1:19-20).

Gerechter Zorn ist nicht impulsiv und entzündet sich nicht an Nichtigkeiten. Eine derartige unüberlegte Entrüstung wäre vielmehr menschlicher, sündiger Zorn, der keinen Platz im christlichen Leben hat und keinen positiven Beitrag zur Erziehung leistet.

5. GERECHTER ZORN WIRD PROMPT ZUM AUSDRUCK GEBRACHT UND NICHT UNNÖTIG LANGE AUFRECHT ERHALTEN.56 Gott ist zwar langsam zum Zorn; doch wenn Er einmal zornig ist, handelt Er nicht langsam. Wenn sich die göttliche Züchtigung als Ausdruck Seines Zornes über die Menschen ergießt, so geschieht das prompt und heftig, geht aber andererseits auch schnell wieder vorüber.

„Ich Meinerseits [will] euch Dieses zufügen: Ich will euch mit plötzlichem Schrecken heimsuchen“ (Lev 26:16).

So ließ Er ihre Tage in Vergeblichkeit enden Und ihre Jahre in plötzlichem Schrecken (Ps 78:33).

Daher wird plötzlich sein Unheil kommen; In einem Augenblick wird er zerbrochen werden, und es wird keine Heilung geben (Spr 6:15).

Ein Mann, der trotz vieler Zurechtweisung halsstarrig bleibt, Wird plötzlich zerbrochen und kann nicht mehr geheilt werden (Spr 29:1).

Weil das Urteil über eine schlechte Tat nicht eilends vollzogen wird, sind die Herzen der Menschensöhne unter ihnen vollständig darauf ausgerichtet, Böses zu tun (Pr 8:11).

Aber plötzlich werden diese Dinge über dich kommen, an einem Tag: dass du deine Kinder verlierst und Witwe bist. Sie werden in vollem Maße über dich kommen, trotz deiner vielen Zaubereien und der großen Macht deiner Beschwörungen (Jes 47:9, vgl. auch Vers 11).

Während sie noch sagen „Friede, Sicherheit!“, wird die Vernichtung plötzlich über sie kommen, gleichwie die Geburtswehen über eine schwangere Frau; und sie werden ihr nicht entrinnen (1.Th 5:3).

Diesen Grundsatz – dass nämlich unser Zorn prompt und eindeutig zum Ausdruck gebracht werden muss – sollten wir meiner Meinung nach nicht nur bei der Erziehung unserer Kinder, sondern in all unseren Beziehungen anwenden.

Zürnet, aber sündigt nicht; lasst die Sonne über eurem Grimm nicht untergehen und gebt dem Teufel keinen Raum (Eph 4:26-27).

Manche Christen meinen, dass jeder Zorn schlecht ist, und versuchen daher, ihren Ärger zu unterdrücken, selbst wenn er gerechtfertigt ist. Ich glaube, jeder Ärger, der nicht umgehend erledigt wird, kann – selbst wenn er gerecht ist – umschlagen und zu einem Schwachpunkt in unserem Leben werden, den Satan dann ausnutzt.

Im 37. Psalm mahnt David die Gerechten, nicht bekümmert zu sein, wenn die Bösen trotz ihrer Sünden ungeschoren davonkommen. Die Lösung dieses Problems liegt nicht in der Macht der Rechtschaffenen selbst, und sie müssen deshalb lernen, sich nicht über die Übeltäter aufzuregen, sondern sich (und die göttliche Vergeltung) in die Hand Gottes zu legen, der am Ende Alles recht macht. Auch wir müssen mit unserem Ärger so umgehen, dass wir uns in Gottes Hand begeben und darauf vertrauen, dass Er die Vergeltung bewirkt, anstatt selbst nach Rache zu streben. Aber selbst in diesem Fall, wo es uns nicht obliegt, Etwas gegen den Sünder zu unternehmen, müssen wir unseren Ärger rasch dem Herrn anvertrauen, damit er uns nicht zur Sünde verführt.

Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Achtet auf das, was richtig ist in den Augen aller Menschen. Wenn möglich und soweit es von euch abhängt, haltet Frieden mit allen Menschen. Rächt euch selber nicht, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Gottes Raum, denn es steht geschrieben: „‚Mein ist die Rache, Ich will vergelten’, spricht der Herr“ (Rö 12: 17-19).

Einerseits dürfen wir nicht selbst nach Rache streben, und manchmal sind wir vielleicht auch nicht in der Lage, einen schlechten Menschen zu bessern (im Allgemeinen aber sind wir schon dafür verantwortlich, unsere Kinder zu verbessern, wenn sie etwas Falsches tun). Andererseits kann es unseren Ärger leicht zum Siedepunkt bringen, wenn wir eine Züchtigung unseres Kindes unnötigerweise verzögern – und das Kind mag dadurch zu der irrigen Annahme verleitet werden, dass Sünde ungestraft bleibt. Zurechtweisung, so sagt uns die Bibel meiner Meinung nach, muss prompt angebracht werden, weil unser Zorn nicht zu lange kochen darf.

Wenn die ‚schlechte Nachricht’ darin besteht, dass Gottes Züchtigung rasch über uns kommt, sobald Sein Zorn erst einmal entflammt ist, so ist die ‚gute Nachricht’ die, dass Sein Zorn auch rasch vorübergeht.

Singt das Lob des Herrn, ihr Seine Frommen, und danket Seinem heiligen Namen. Denn Sein Zorn währet nur einen Augenblick, Aber Sein Wohlwollen ein Leben lang; Den Abend lang mag das Weinen währen, aber am Morgen erschallen die Jubelrufe (Ps 30:4-5).

Der Herr ist barmherzig und gnädig, Langsam zum Zorn und überströmend von Güte. Er wird nicht für immer mit uns hadern, Noch wird Er ewig zornig bleiben (Ps 103:8-9).

„Für einen kurzen Augenblick habe Ich dich verlassen, doch mit großem Erbarmen werde Ich dich wieder sammeln. In der Flut Meines Zornes verbarg Ich mein Angesicht einen Moment lang vor dir, aber mit immerwährender Güte will Ich mich deiner erbarmen“, so spricht der Herr, dein Erlöser (Jes 54:7-8).

6. DIE RUTE VERLEIHT DEM GERECHTEN ZORN AUSDRUCK, ABER SIE VERTREIBT IHN AUCH. Züchtigung tut den Erfordernissen von Gottes Gerechtigkeit Genüge und beschwichtigt daher Seinen Zorn. Das ist ein Grund dafür, dass der göttliche Zorn rasch vorübergeht.

„So wird Mein Grimm zu seinem Ende kommen, und Ich werde Meinem Zorn über sie Genüge getan haben und beschwichtigt sein; dann werden sie erkennen, dass Ich, der Herr, in Meinem Eifer gesprochen habe, wenn Ich Meinen Zorn über sie zu Ende gebracht habe“ (Hes 5:13).

Eine der großen Doktrinen der Bibel ist die der Versöhnung. Wer das Neue Testament studiert, versteht, dass der Tod Jesu Christi am Kreuz von Golgatha Gottes gerechtem Vergeltungsbedürfnis für die Sünde Genüge tat. Dass der Mensch nicht länger den Zorn eines grimmigen Gottes fürchten muss, ist Teil der guten Botschaft des Evangeliums. Christi Werk am Kreuz lässt den Sünder in Frieden leben mit Gott und söhnt Gott, andersherum ausgedrückt, mit dem Sünder aus.

Meine Kindlein, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigen möget. Wenn aber Jemand sündigt, so haben wir beim Vater einen Fürsprecher, Jesus Christus, der gerecht ist; und Er ist selbst die Sühne für unsere Sünden, und nicht nur für die Unseren, sondern auch für die der ganzen Welt (1.Jo 2:1-2).

Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass Er uns geliebt hat und sandte Seinen Sohn zur Versöhnung unserer Sünden (1.Jo 4:10).

Die körperlichen Schmerzen des Kreuzestodes fürchtete unser Herr weniger (Mat 26:36-46), als den Zorn Gottes zu ertragen. Wer seinen Glauben und sein Vertrauen auf die Person und das Werk Christi gesetzt hat, ist sich dessen bewusst, dass der Zorn, den Er trug, uns galt, denn als Ungläubige waren wir „Kinder des Zorns“ (Eph 2:3). Wer auf Christus vertraut, muss den Zorn Gottes nicht länger fürchten, denn unser Herr hat ihn an unserer Stelle erlitten.

Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm (Joh 3:36).

Gott aber erweist Seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren. Um wieviel mehr werden wir durch Ihn also nun, da wir durch Sein Blut gerecht gemacht worden sind, vor Gottes Zorn bewahrt werden. Denn wenn wir, während wir noch Feinde waren, mit Gott durch den Tod Seines Sohnes versöhnt wurden, um wieviel mehr werden wir dann jetzt, wo wir versöhnt worden sind, durch Sein Leben gerettet werden (Rö 5:8-10).

Wie andere Menschen jener Zeit auch, durchlebten Noah und seine Familie die Qualen der Sintflut. Der entscheidende Unterschied bestand für Noah darin, dass er in der Arche war und die Anderen draußen. Die Arche widerstand dem Zorn des Unwetters und rettete die, die in ihr lebten. Auf die gleiche Art kann ‚in Christus zu leben’ einen Mann oder eine Frau retten. Ihn traf der Zorn Gottes. In Ihm überstehen wir Gottes Zorn und in Ihm haben wir das ewige Leben. Zu wissen, dass Gottes gerechter Zorn durch Christus Genüge getan wurde, ist Teil der Freude über unsere Erlösung.

Richtig durchgeführt zerstreut die elterliche Züchtigung den Zorn genauso, wie die göttliche Züchtigung es tut. In erster Linie tut die elterliche Zucht dem gerechten Zorn der Eltern Genüge. In meiner Zeit als Lehrer an einer öffentlichen Schule war es immer wieder interessant, das Gefühl der Entspannung in der ganzen Klasse (und besonders bei dem, der gezüchtigt worden war) zu spüren, wenn wir aus dem Vorraum wieder hereinkamen und ich den Schlagstock in den Schrank zurück stellte. Die Schüler wussten, es war jetzt vorbei – erledigt. Der Gerechtigkeit war Genüge getan worden.

Ich glaube, in einer etwas anderen Weise vertreibt die Rute auch den Zorn desjenigen, der gezüchtigt wird. Ich habe viele Kinder erlebt, die richtiggehende Feindseligkeit in sich aufgebaut hatten – aber nach einem kurzen Intermezzo im Vorraum war ihr Zorn verflogen. Mit den Tränen bringt die Rute, so scheint es, auch den Zorn zum Ausbruch, der sich in einem Kind aufstauen kann. Ein Kind, das nicht zurechtgewiesen, das „sich selbst überlassen“ wird (Spr 29:15), baut leicht immer mehr Aggressionen auf, die schließlich in irgendwelchen destruktiven Verhaltensweisen zum Ausbruch gelangen können. Die Rute entlastet den Druck solcher Gefühle, indem sie diese vertreibt.

Ein biblisches Beispiel dafür finde ich bei David, als er versäumte, sich mit seinem Sohn Absalom auseinanderzusetzen. Amnon vergewaltigte Absaloms Schwester Tamar. David wurde darüber sehr zornig, aber er versäumte es, irgendetwas zu unternehmen (2.Sa 13:21-22). Auch Absalom war erzürnt über diese Tat. Wie sein Vater tat er nichts dagegen – zumindest eine Zeit lang. Schließlich aber rächte sich Absalom und tötete Amnon (13:23-29). Absalom floh in die Verbannung, und David versäumte es, als er sich über Amnons Tod getröstet hatte, nach ihm zu schicken, so lange, bis er schließlich dazu gedrängt wurde (14:1-21). Aber selbst nachdem David Absalom zurückgeholt hatte, setzte er sich nicht mit der bösen Tat auseinander, die dieser begangen hatte, sondern befahl, dass Absalom in seinem eigenen Hause bleiben und das Angesicht des Königs nicht sehen sollte (14:24). Infolgedessen wurde Absalom verbittert im Geist und entwickelte die Absicht, seinem Vater das Königtum wegzunehmen.

Hätte David Amnon mit Entschlossenheit gezüchtigt, so hätte Absalom wohl nie einen Mord begangen. Und hätte sich David mit der Sünde seines Sohnes Absalom auseinandergesetzt, wäre in seinem Königreich wahrscheinlich niemals eine solche Unruhe ausgebrochen. Denn wenn David Absalom für seine Sünde angemessen gezüchtigt hätte, wären dessen Zorn und Bitterkeit beschwichtigt worden.

Schlussfolgerung

Ich möchte in keiner Weise menschlichen, sündigen Zorn heilig sprechen; denn die Bibel lehrt uns, dass solcher Zorn abgelegt werden muss. Mancher, der diese Botschaft liest, mag vielleicht versucht sein, sie zur Rechtfertigung seiner Unbeherrschtheit und seiner Brutalität gegenüber seiner Frau, seinen Kindern und anderen Menschen heranzuziehen. Der ganz überwiegende Teil unseres Ärgers aber ist sündig, nicht geistlich. Gott verbietet uns, Sein Wort zu benutzen, um unsere Sünden zu ‚heiligen’, denn das ist ein Teil des alten Selbst, das wir ablegen müssen (Kol 2:5-11).

Wenn ich mich über meine Kinder und ihre Handlungen ärgere, entspricht das zugegebenermaßen meistens nicht der rechten Art von Zorn, und ich gehe auch oft mit meinem Zorn nicht bibelgemäß um. Trotzdem muss ich aber sagen, dass es andererseits wohl an der Zeit ist, wenn Sie und ich, die wir uns angewöhnt haben, Passivität und Selbstzufriedenheit als fromm zu betrachten, endlich einmal aus der Haut fahren. Wenn wir gottgemäß sein wollen, müssen wir erzürnt sein, wenn Jemand sündigt, und auch Etwas dagegen unternehmen – und sei es nur, dass wir darüber beten (vgl. Ps 37; 73). Manche Christen sündigen vielleicht, indem sie zornig werden; viel mehr Christen aber sündigen, weil sie nicht zornig werden, wo es angebracht wäre.

Von Henry Ward Beecher wird das folgende Zitat überliefert:

Ein Mensch, der nicht zornig sein kann, kann auch nicht gut sein. Ein Mensch, der nicht bis ins Innerste seines Herzens entrüstet sein kann über Schlechtigkeiten, ist entweder ein Schwamm oder ein böser Mensch.57

Und Powell Davies schreibt:

Damit ist etwas wirklich Ernst zu Nehmendes mit der Mehrheit der so genannten normalen Menschen passiert: Sie haben vergessen, wie man sich entrüstet. Und das liegt nicht daran, dass sie von Menschlichkeit und Güte überfließen, sondern daran, dass sie moralisch weich und nachgiebig geworden sind. Wenn sie Böses und Ungerechtigkeit erleben, werden sie von Schmerz aber nicht von Abscheu erfüllt. Sie murren und brummeln, [aber] nie schreien sie. Sie begehen die Sünde des Nicht-zornig-Seins.

Und doch wäre ihr Zorn über alles Andere hinaus das, was sie zählen ließe. Wenn sie schon keinen Kreuzzug anführen oder eine Reform in die Wege leiten können, so könnten sie doch zumindest die Bedingungen dafür schaffen, dass ein Kreuzzug wirkungsvoll und eine Reform erfolgreich wird. Der Zorn der Mehrheit könnte Anstand und Integrität ins öffentliche Leben zurück bringen, er könnte den korrupten Demagogen erschreckt zum Schweigen bringen und den Rufmörder in die Vergessenheit befördern. Er könnte ehrlichen Führern die Gelegenheit geben sich durchzusetzen.58

Wie George Matheson, der schottische Liederdichter und Prediger einmal sagte: „Es gibt Zeiten, wo ich gut daran tue, zornig zu sein, aber ich habe mich in den Zeiten geirrt.“59

Wenn gesagt wird, dass man nicht im Zorn züchtigen soll, heißt das für manche Menschen, dass man sein Kind niemals züchtigen darf, wenn man zornig ist – was wahrscheinlich der Grund dafür ist, dass Mancher von uns so selten züchtigt. Und die Anderen versäumen es zu züchtigen, weil sie nicht zornig genug sind. Zu sagen, dass man nie im Zorn züchtigen sollte, ist dasselbe wie zu sagen, dass man nie essen sollte, wenn man hungrig ist, oder nie weinen, wenn man traurig ist. Es ist in Ordnung, Zorn zu empfinden, so lange er angemessen begründet ist und angemessen auf sein Ziel begrenzt wird. Wenn uns der Zorn dagegen die Selbstbeherrschung verlieren und Kinder verletzen oder misshandeln lässt, müssen wir lernen, ihn zu beherrschen, so wie wir auch andere Gefühle und Gelüste zu beherrschen lernen müssen. Aber wir wollen den Zorn nicht pauschal verurteilen – das ginge zu weit.

Denen, die uns weismachen wollen, ein Kind zu schlagen bedeute, ihm „eine Kostprobe aus dem Urwald“ zu geben, kann ich nur sagen, dass es grausamer und unmenschlicher ist, das Kind nicht zu schlagen (oder in anderer Weise zu züchtigen) als Gebrauch von der Rute zu machen. Viele Eltern haben ihre Kinder schon misshandelt, weil sie die Rute nicht eingesetzt haben. Der Zorn der Eltern baut sich dann immer weiter auf, bis sie schließlich so in Rage geraten, dass sie das Kind mit der Faust schlagen oder mit einer Lampe, oder es erschießen. Auch manches Kind ist immer zorniger und feindseliger geworden, weil es nicht gezüchtigt wurde, wie das Beispiel von Absalom zeigt.

Lassen Sie uns zuerst die Freude erfahren zu wissen, dass Gottes Zorn über die Sünder versöhnt worden ist, dass ihm Genüge getan wurde durch das Erlösungswerk des Kreuzes. Lassen Sie uns dann die Grundsätze der göttlichen Züchtigung und der Rute zu verstehen und Erziehungsprozess anzuwenden suchen, durch Gottes Gnade und zu Seinem Ruhm.


54 Margaret Johnston Hess, “What to Do with Your Anger” [Was tun, wenn man sich ärgert]. Eternity, April 1972.

55 Ibid.

56 Es ist wichtig, hier zwischen Gottes Zurechtweisung, der Züchtigung Seiner Kinder, und Gottes Gericht über die Ungläubigen zu unterscheiden. Gottes Zorn über die Ungläubigen kommt nicht sofort zum Ausdruck, damit die Menschen noch Gelegenheit zur Buße bekommen (2.Pe 3:9). Wenn Gottes Zorn nämlich erst einmal über die Ungläubigen hereinbricht, wird es kein Zurück mehr geben (vgl. 2.Th 2:11-12) und Sein Zorn wird ewig sein. Dass sich Züchtigung (für die Gläubigen) und Gericht (über die Ungläubigen) unterschiedlich vollziehen, liegt also größtenteils daran, dass eine jeweils andere Absicht dahinter steht: Züchtigung soll zurechtweisen, das Gericht aber bestrafen.

57 Keine Literaturstelle bekannt.

58 Norman V. Hope, “How to Be Good – and Mad” [„Wie man ein guter Mensch wird – und ein wütender“]. Christianity Today [Christentum heute], 19. Juli, S. 119.

59 Ibid.

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