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Die Einzigartigkeit Jesu Christi

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Einleitung

Jedes Jahr, wenn wir uns der Weihnachtssaison und dem Jahreswechsel nähern, fand ich es lohnend, über die Einzigartigkeit unseres Heilands, des Herrn Jesus Christus, zu reflektieren. Als einer, der an die Autorität und Inspiration der Heiligen Schrift glaubt, gibt es die Hoffnung und Überzeugung, dass die Rückkehr Christi nicht bloß nahe bevorsteht, sondern dass auch die folgenschweren Ereignisse, wie sie in Matthäus 24 und Offenbarung 6-18 beschrieben werden, nicht weit weg sein können. Die Welt hält jedoch im Großen und Ganzen nicht an einem solchen Glauben fest. Die Welt feiert Weihnachten ohne Christus, und dies wird von Jahr zu Jahr immer offenkundiger. Und nicht nur das, sondern viele heutige Menschen ärgern sich über das Singen von Weihnachtsliedern oder über irgendeine Art der religiösen Betonung während dieser Jahreszeit. Einige habe sogar vorgeschlagen, den Namen dieser Festsaison in einen weltlichen, ausdruckslosen Namen abzuändern. In der Tat, leben wir nicht in einer Zeit, wo nur ein Vorurteil toleriert wird – anti-christliche religiöse Intoleranz?

Michael Novak, der bedeutende Kolumnist, sagte einmal, dass man heute nicht mehr länger öffentliches Anprangern und Verhöhnung von Gruppen wie Afro-Amerikanern, oder amerikanischen Ureinwohnern, oder Frauen oder Homosexuellen oder Polen usw. aufrechterhalten kann. Heute sind Christen die einzige Gruppe, die man öffentlich verhöhnen kann. Attacken gegen die Kirche und gegen das Christentum sind weit verbreitet. Wie Pat Buchanan es ausdrückte: „Das Verhauen von Christen ist ein populärer Hallensport.1

Aber dies sollte uns nicht überraschen. Die Weltanschauung, für die sich mehr und mehr Menschen in der westlichen Welt entschieden haben, wenn auch mangels Alternativen, ist der säkulare Humanismus, der seine Hoffnung auf die Menschheit setzt, nicht auf den Gott-Menschen Jesus Christus. Mit dieser Weltanschauung ist ironischer Weise eine gewisse Verzagtheit, Enttäuschung und Unzufriedenheit mit der Arbeit, die die Menschheit verrichtet, verbunden. Dies hat die Tür geöffnet für die New Age-Bewegung und ihre Zuversicht in die Menschheit, aber auch ihren Glauben an das, was auf dämonische Mächte hinausläuft, die Mächte, die hinter allen Religionen, Sekten und dem Okkulten stehen. Die Welt hat stets ihre religiösen Führer und falschen Messiasse. Christus warnte, dass in den letzten Tagen viele falsche Messiasse aufstehen würden, die, wie uns Johannes sagt, im Auftreten des Antichristen ihren Höhepunkt finden werden (1Joh 2,18. 22; 4,3).

Von den Religionen dieser Welt ist das Christentum einzigartig, weil es von der Einzigartigkeit Jesu Christi, des größten Menschen, der je gelebt hat, herrührt. In Jesus haben wir Einen, der buchstäblich jeden Aspekt des menschlichen Lebens verändert hat, aber leider sind sich die meisten Menschen der Realität gänzlich unbewusst, wie er die Welt so vollständig beeinflusst hat. Sicherlich ist jedes Jahr eine der größten Tragödien der Weihnachtsfeiertage nicht nur die Kommerzialisierung seiner Geburt, sondern die Art und Weise, wie diese bagatellisiert wird, auch wenn Menschen über seine Geburt und Weihnachten als einen Ausdruck der „Einstellung des Gebens“ sprechen. Wie Kennedy hinweist,

. . . Wie tragisch ist es, dass Menschen ihn vergessen haben, dem sie so viel verdanken.

Jesus sagt in Offenbarung 21,5: „Siehe, ich mache alles neu” (Siehe! [idou in Griechischen]: „Achte gut darauf“, „schau genau hin“, „prüfe sorgfältig“.) Alles, was Jesus Christus berührte, hat er völlig verwandelt. Er berührte die Welt, als er in diese Welt hineingeboren wurde. Er hatte einen Geburtstag und dieser Geburtstag hat die Art und Weise, wie wir Zeit messen, völlig verändert.2

Die Person, das Werk und das Leben Jesu Christi steht als unwiderlegbarer Beweis gegen die säkulare Weltanschauung und alle Religionen der Welt, unabhängig von ihrer Aufmachung. Niemand sonst ist qualifiziert oder fähig, die Bedürfnisse der gefallenen Menschheit zu befriedigen oder wiederherzustellen, was von Adam beim Fall des Menschen verlorenging. Eine eindrucksvolle Illustration davon sehen wir in Offenbarung 5,1-11. Ein genaues Studium des Kontextes und des Inhaltes von Offenbarung 6-19 legt nahe, dass der Buch mit sieben Siegeln, das nur Christus öffnen kann, die Geschichte der Menschheit enthält, die die Herrschaft der Erde an Satan, den unrechtmäßigen Machthaber verlor, und seine Rückgewinnung durch den Gott-Menschen und Heiland, den Löwen, der auch das Lamm ist. Er allein ist in der Lage, zu erreichen, was niemand sonst im Universum erreichen kann, und auf Grund seines Todes als das Lamm und seiner Auferstehung als der Erlöser/Retter, gewinnt er zurück, was durch die Gerichte des versiegelten Buches verloren gegangen war.

Wenn wir daher die Einzigartigkeit Christi in Betracht ziehen, müssen wir auch anerkennen, dass diese Einzigartigkeit unsere Treue und Hingabe als Gläubige erfordert. Sie verlangt, dass wir unsere Prioritäten neu ordnen und als Lichter in einer dunklen und trostlosen Welt stehen, und die Botschaft des einzigartigen Christus, des Gott-Menschen und Heilands der Welt verkünden. Jesus selber versuchte seinen Jüngern diese Geisteshaltung einzuprägen, als er sagte: „Ihr seid das Salz der Erde,… ihr seid das Licht der Welt…“ (Mt 5,13-16).

In der Person Jesu Christi haben wir Einen, der so einzigartig ist, dass sein Leben nicht durch natürliche Vorgänge beschrieben werden kann. Seine Person und sein Leben trotzen dem Natürlichen. Die Einzigartigkeit Jesu Christi liefert Beweise, wie Josh McDowell so treffend geschrieben hat, die „ein Urteil verlangen“, dass dieser Mensch nicht nur einzigartig, sondern der Heiland der Welt ist.

Um die Einzigartigkeit Christi richtig zu betrachten, wollen wir zuerst die Einzigartigkeit des Christentums betrachten.

Die Einzigartigkeit des Christentums

Von allen Glaubensauffassungen der Menschheit, seien es religiöse, politische oder philosophische, basiert das „Christentum“ (einschließlich seiner alttestamentlichen Grundlage) allein auf historischen Taten und Tatsachen.3

Der Glaube der Muslime gründet auf den Lehren von Mohammed, der Buddhismus auf den Lehren von Buddha, der Konfuzianismus auf den Lehren von Konfuzius, der Marxismus auf den Lehren von Marx und die Evolution auf den Lehren von Darwin. Keine dieser Ideen beruht auf der Beobachtung von historischen Daten oder Fakten, sondern auf den Lehren und Theorien von Menschen. Bedenken wir, die Evolution beruht auf einer Theorie – nicht auf beobachtbaren Daten.

Das Christentum jedoch basiert nicht darauf, was Jesus lehrte (und diese Unterscheidung ist wesentlich), sondern darauf, wer Jesus ist und was Jesu vollbrachte. Natürlich stehen wir als Christen auch fest auf dem Fundament seiner Lehren. Niemand hat jemals so gesprochen und gelehrt wie Jesus, aber schließlich war das, was er sagte, abhängig von dem, wer er war und was er tat, und die reichlich vorhandenen historischen Beweise, die sein Leben und seine Worte beglaubigten. Dies gab den Lehren Christi Autorität und stellte sie allein in die Kategorie von absoluter Wahrheit. Die Wahrhaftigkeit Jesu und seine Lehren gründen auf der Gültigkeit der historischen Berichte, welche der Nachprüfung und Untersuchung unterliegen.

Alle anderen Glaubensauffassungen basieren auf den Lehren und Vorstellungen derjenigen, die nicht mehr als bloße Menschen waren. Egal wie brillant, charismatisch oder mächtig sie sein mögen, es gibt keine Garantie für ihre Objektivität, Genauigkeit oder letztendliche Fähigkeit, das zu liefern, was sie verheißen haben.

Die Einzigartigkeit des Christentums hängt jedoch letztendlich von der Einzigartigkeit ihrer zentralen Figur ab – dem Herrn Jesus Christus. Einige versuchen, Christus unter die großen religiösen Führer der Geschichte einzureihen, als Einen von vielen, aber dies ist grotesk und absurd. Entweder war er der, der er zu sein behauptete, und den uns die Geschichte zeigt, oder er war, wie es jemand ausdrückte, „ein Mensch, der denkt, er sei ein pochiertes Ei“. Christi Einzigartigkeit ist so groß, dass niemand, absolut niemand, sich mit ihm vergleichen kann.

Aber es gibt einen weiteren Beweis für die Einzigartigkeit des Christentums als ein Auswuchs des Lebens, des Todes und der Auferstehung Christi. Es ist die gewaltige Auswirkung, die Christus durch die Kirche auf die Menschheit und die Geschichte hatte. In seinem ausgezeichneten Buch What If Jesus Had Never Been Born? („Was wäre wenn Jesus nie geboren worden wäre“) gibt James Kennedy eine Übersicht über einige der positiven Beiträge, die das Christentum über die Jahrhunderte gemacht hat. Im Anschluss an diese Übersicht, entwickelt er diese in großem Detail. Hier sind einige Höhepunkte:

  • Krankenhäuser, die im Wesentlichen während des Mittelalters erstmals gebaut wurden.
  • Universitäten, die ebenfalls während des Mittelalters begannen. Außerdem wurden die meisten der größten Universitäten der Welt von Christen für christliche Zwecke gegründet.
  • Lese- und Schreibfähigkeit sowie Bildung für die Massen.
  • Kapitalismus und freies Unternehmertum.
  • Repräsentative Regierungsformen (Volksvertretungen).
  • Die politische Gewaltenteilung.
  • Bürgerliche Freiheiten.
  • Die Abschaffung der Sklaverei, sowohl in der Antike als auch in der Neuzeit.
  • Moderne Wissenschaft.
  • Die Entdeckung der Neuen Welt durch Kolumbus.
  • Die Höherstellung von Frauen.
  • Mildtätigkeit und Barmherzigkeit; die Ethik des barmherzigen Samariters.
  • Höhere Standards von Gerechtigkeit.
  • Die Höherstellung des gewöhnlichen Bürgers.
  • Die Verurteilung von Ehebruch, Homosexualität und anderer sexueller Perversionen. Dies hat dazu beige- tragen, die menschliche Rasse zu erhalten und es hat viele vor Herzeleid bewahrt.
  • Eine Hochachtung vor dem menschlichen Leben.
  • Die Zivilisierung von vielen barbarischen und primitiven Kulturen.
  • Die Kodifizierung und Niederschrift von vielen Sprachen der Welt.
  • Höhere Entwicklung von Kunst und Musik. Die Inspiration für große Kunstwerke.
  • Die unzähligen verwandelten Menschenleben, die auf Grund des Evangeliums für die Gesellschaft von Minus- in Plusposten verwandelt wurden.
  • Das ewige Heil unzähliger Seelen!4

Das sind einige der vielen Beiträge, die durch die Verkündigung des Evangeliums des Heils in Christus bewirkt wurden. Kennedy schlussfolgert:

Als Jesus Christus die Gestalt eines Menschen annahm, inspirierte er die Menschheit mit einer Würde und einem inhärenten Wert, vom dem man nie zuvor geträumt hatte. Was immer Jesus berührte oder was immer er tat, verwandelte diesen Aspekt menschlichen Lebens. Viele Menschen werden von den unzähligen Begebenheiten im Leben Christi lesen und dabei nie davon träumen, dass diese beiläufig erwähnten „kleinen“ Dinge die Geschichte der Menschheit verwandeln sollten.5

Die Einzigartigkeit Jesu Christi

Die Erwartung seines Kommens

Die Tatsache erfüllter Prophezeiungen ist ein einzigartiges Merkmal des Christentums. Das Kommen Jesu Christi wurde in exaktem Detail in Bezug auf seine Abstammung, seine Natur, seines Geburtsortes, wo er aufwachsen würde, seiner Laufbahn, seinem Zweck, der spezifischen Art seines Todes, seiner Auferstehung und vielen anderen erfüllten Prophezeiungen vorausgesagt. Alle diese Prophezeiungen wurden Jahrhunderte vor seiner Geburt oder vor seinem ersten Kommen gemacht.

Die Art seiner Geburt

Seine Geburt war natürlich die einzigartigste Geburt in der ganzen Menschheitsgeschichte. Obwohl die antike Mythologie voll von Märchen von Halbgöttern war, die angeblich die Frucht von lustvoller Vereinigung zwischen Frauen und Göttern (Dämonen) waren, gab es nichts, was der Erzählung von der Geburt Jesu Christi auch nur nahe kam.

Die Geburt Christi steht in der Geschichte einzigartig dar. Durch das wunderbare Werk des Heiligen Geistes, nahm Gott selbst in Form eines Embryos Wohnung im Schoß einer Jungfrau, damit sie nach einer neunmonatigen Schwangerschaft einen Sohn zur Welt brachte, der auch Gottes Sohn war. Er war der Gott-Mensch und Retter – nicht ein Mensch, dem Gott innewohnte. Er war sowohl wahre und echte Menschheit als auch ungeschmälerte Gottheit in einer Person für immer vereint. Keine andere Geburt war wie diese – weder tatsächlich noch im Märchen.

Als Folge dieser einzigartigen Geburt war Christus in der Lage, den Fluch der Sünde und den Fluch von Jojachin [Konja, siehe Jer 22,28-30] zu umgehen, sodass er auf einzigartige Weise als der Sündenlose qualifiziert war, ans Kreuz zu gehen, um als das Lamm Gottes zu sterben und auf dem Thron seines Vaters David, als der Löwe des Stammes Juda, zu regieren (Offb 5).

Die Einzigartigkeit seiner Person

Diese findet man, wie oben erwähnt, in den göttlich/menschlichen Naturen Christi – zwei Naturen in einer Person. Die Bibel erhebt den Anspruch, dass Jesus Christus sowohl Gott als auch Mensch ist. Als Gott erschuf er alle Dinge (Joh 1,1; Kol 1,16). Als Mensch war er sündenlos und kam als der sündenlose Stellvertreter, um für die Sünde der Menschheit zu sterben. Aber die Aussage der Heiligen Schrift und das Zeugnis seines Lebens bestätigen, dass er nicht halb Mensch und halb Gott war, sondern ganz Mensch und ganz Gott in einer Person vereint.

Er ist Gottes unbeschreibliches und unermessliches Geschenk an die Welt. Er ist die einzigartigste Person des Universums. Kein anderer religiöser Führer hat jemals ernsthaft eine solche Behauptung aufgestellt, denn niemand sonst könnte es durch sein Leben untermauern.

Die Einzigartigkeit seines Lebens

Sein Leben ist in Bezug auf Schönheit, Bandbreite, Charakter und Wirkung ohne Parallele. Niemals sprach jemand wie Jesus Christus, tat die Dinge, die er tat oder machte die Behauptungen, die er machte.

Angesichts von Christi mächtigen Worten und Taten, und der vollkommenen und sündenlosen Person, wie die Menschen ihn erlebten, können die Behauptungen, die er machte, nicht von der Hand gewiesen werden. Menschen können in aller Ehrlichkeit gegenüber den historischen Beweisen Christi Behauptungen nicht als solche abtun, die von einem verrückten Menschen gemacht wurden, und ihn als Betrüger ablehnen. Moderne Skeptiker versuchen seine Wunder und Behauptungen einfach dem Charakter seines Lebens zuzuschreiben. Aber sie tun dies einfach wegen ihres Vorurteils gegen das Licht (Wahrheit) und gegen das Übernatürliche, nicht weil es einen Mangel von echten historischen Beweisen gebe. 6

Die Einzigartigkeit seines Todes

Auch sein Tod ist einzigartig, nicht weil er gekreuzigt wurde, sondern weil dieser in Psalm 22 lange bevor der Tod durch Kreuzigung in Palästina bekannt war, vorhergesagt wurde. Zweitens ist er auf Grund der Art und Weise, wie er starb, einzigartig, indem er seinen heiligen und sündenlosen Charakter zeigte. Und drittens auf Grund der Wunder, die seinen Tod umgaben – die Finsternis, das Erdbeben und das Öffnen der Gräber. Nachdem er Christus am Kreuz und die Ereignisse dieses Tages sah, sagte der römische Hauptmann, der Hunderte auf einem Kreuz hatte sterben sehen: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!“

Die Einzigartigkeit seiner Auferstehung

Andere religiöse und philosophische Führer sind gekommen und gegangen, sie stiegen auf und fielen, aber keiner kam vom Tode zurück, um ihr Werk fortzuführen, so wie es Jesus Christus tat. Auch das ist einzigartig, nicht nur weil Jesus Christus in dieser Hinsicht allein dasteht, sondern wegen der alttestamentlichen Vorhersagen und des unwiderlegbaren Beweises für die historische Tatsache seiner Auferstehung – das leere Grab, seine Erscheinungen nach der Auferstehung und das verwandelte Leben seiner Jünger, geschweige denn die Fortdauer des Christentums angesichts größter Widrigkeiten.7

Tatsache ist, dass Menschen Jesus Christus, seine Geburt, seine Wunder und seine Auferstehung ablehnen, nicht aus Mangel an Beweisen, sondern (1) weil sie die Beweise niemals wirklich mit einem offenem Sinn untersucht haben, oder (2) weil sie sich seiner Autorität und seinen Behauptungen nicht unterstellen wollen, oder (3) weil sie eine grundlegende Philosophie haben, die das Übernatürliche ablehnt, oder ein Vorurteil gegen das Übernatürliche oder beides.

Sie gehen an die Geschichte mit einer vorgefassten Meinung heran und passen die Beweise entsprechend an. Mit anderen Worten, bevor sie ihre historische Untersuchung beginnen, haben sie den Inhalt ihrer Ergebnisse bereits bestimmt.

Viele Historiker nähern sich der Geschichte mit gewissen Annahmen und diese Annahmen sind keine historischen Vorurteile, sondern vielmehr philosophische Vorurteile. Ihre historische Perspektive wurzelt innerhalb eines philosophischen Rahmens und die metaphysische Überzeugung bestimmt den „historischen“ Inhalt und die Resultate. Wenn ihm die historischen Beweise für die Auferstehung vorgelegt werden, wird der „moderne“ Forscher diese gewöhnlich ablehnen, aber nicht wegen einer historischen Überprüfung.

Die Antwort wird oft sein: „Weil wir wissen, dass es keinen Gott gibt“; oder „das Übernatürlich ist nicht möglich“, oder „Wir leben in einem geschlossenen System“, oder „Wunder sind nicht möglich“, usw. Viel zu oft ist es der Ausläufer von philosophischer Spekulation und nicht historische Hausaufgaben.8

Eine Illustration dessen, wovon Josh McDowell spricht ist das Jesus Seminar, das vor kurzem behauptete, nach dem „Jesus der Geschichte“ zu suchen, der sich nach ihrer Behauptung vom „Jesus des Glaubens“ unterscheidet. Es ist die Meinung derjenigen, die am Jesus Seminar beteiligt sind, dass der historische Jesus ein strahlender, geistreicher, der damaligen Kultur konträrer Mann war, der niemals behauptete, der Sohn Gottes zu sein, während der Jesus des Glaubens ein Klumpen von „Wohlfühl-Ideen“ ist, die Menschen helfen, richtig zu leben, die aber letztendlich auf Wunschdenken beruhen. In der Diskussion über das Jesus Seminar zitiert Lee Strobel Dr. Luke Timothy Johnson und schreibt:

Johnson spießt systematisch das Jesus Seminar auf, indem er sagt, dass „das Jesus Seminar keineswegs die Creme der neutestamentlichen Gelehrten“ darstellt, es folgt einem Verfahren, das „gegenüber der Echtheit der Traditionen des Evangeliums voreingenommen ist“, und seine Resultate „wurden bereits von Vornherein bestimmt.“ Er schließt: „Dies ist keine verantwortliche oder sogar kritische Wissenschaft. Es ist eine zügellose Charade.“

Er fährt fort, indem er andere angesehene Gelehrte mit ähnlichen Meinungen zitiert, einschließlich Dr. Howard Clark Kee, der das Seminar „eine akademische Schande“ nannte, und Richar Hayes von der Duke Universität, dessen Abhandlung The Five Gospels („Die fünf Evangelien“) bestätigte, dass „das Argument, das in diesem Buch dargelegt wird, vor keinem Gericht bestehen würde“.9

Was macht die Person Christi einzigartig? Die Jungfrauengeburt des Sohnes Gottes, die Menschwerdung, die Geburt des Gott-Menschen. Nur die Jungfrauengeburt kann für das Phänomen der Einzigartigkeit Jesu Christi eine ausreichende Antwort geben.

(1) In Christi Leben und Dienst demonstrierte er, wer er war. Er war der Gott-Mensch, der Eingeborene vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Er verkündete auch seinen Zweck – für unsere Sünde zu sterben.

(2) In seinem Tod am Kreuz erfüllte Christus diesen Zweck. Er trug unsere Sünde in seinem sündenlosen Leibe ans Kreuz. Er starb als unser Stellvertreter, er nahm unser Gerichtsurteil auf sich.

(3) Durch seine Auferstehung bewies Gott den Wert des Todes seines Sohnes und die Sündenlosigkeit seiner Person. Sie bezeugte, dass er der einzigartige Gott-Mensch war.

Wie es im ewigen Ratschluss Gottes bestimmt war, begann historisch für den Menschen alles in der Fülle der Zeit, als Maria ihren erstgeborenen Sohn Jesus zur Welt brachte. Aber dies war keine gewöhnliche Geburt. Vielmehr war sie das Ergebnis der Kraft des Heiligen Geistes (Mt 1,20; Lk 1,35). Obwohl vor Hunderten von Jahren von den Propheten vorausgesagt, begann alles mit dem ersten Weihnachtsfest, als der Sohn Gottes Mensch wurde und anfing, unter den Menschen zu wohnen.

Luke 2,1-14: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. 2,2 Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. 2,3 Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. 2,4 Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, 2,5 damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. 2,6 Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. 2,7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

2,8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 2,9 Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 2,10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 2,11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 2,12 Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. 2,13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:

2,14 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Die folgende, bekannte anonyme Ausarbeitung aus dem 19. Jahrhundert zeigt sehr schön die Einzigartigkeit Jesu Christi, des Heilands der Welt.

Ein einziges Leben10

Er wurde in einem unbedeutenden Dorf geboren, das Kind einer ärmlichen Bäuerin. Er wuchs in einem anderen Dorf auf, wo er in einem Zimmermanngeschäft arbeitete, bis er 30 Jahre alt war. Dann war er drei Jahre lang ein Wanderprediger. Er hatte niemals ein Amt inne. Er hatte nie eine Familie und besaß nie ein Haus. Er ging nicht auf aufs Gymnasium. Er hat nie eine große Stadt besucht. Er reiste niemals mehr als 320 Kilometer vom Ort, wo er geboren war, weg. Er tat keine der Dinge, die man gewöhnlich mit Größe in Verbindung bringt. Er hatte keine Zeugnisse außer sich selbst.

Er war erst 33 Jahre alt, als sich die Woge der öffentlichen Meinung gegen ihn wandte. Seine Freunde rannten davon. Einer von ihnen verleugnete ihn. Er wurde an seine Feinde ausgeliefert und ging durch die Farce eines Gerichtsverfahrens. Er wurde zwischen zwei Räubern an ein Kreuz genagelt.

Als er starb, würfelten seine Henker um seine Kleider, das einzige Eigentum, das er auf Erden hatte. Als er tot war, wurde er durch das Mitleid eines Freundes in ein geborgtes Grab gelegt. Neunzehn Jahrhunderte sind gekommen und gegangen, und heute ist er zentrale Figur der Menschheit.

All die Armeen dieser Welt, die jemals marschiert sind, all die Flotten, die jemals ausgelaufen sind, alle Parlamente, die jemals getagt haben, all die Könige, die jemals regiert haben, haben zusammen genommen das Leben des Menschen auf dieser Erde nicht so beeinflusst, wie dieses eine, einzige Leben.


1 D. James Kennedy und Jerry Newcombe, What If Jesus Had Never Been Born?, Thomas Nelson, Nashville, 1994, Einleitung.

2 Kennedy, S. 1.

3 Henry Morris, Many Infallible Proofs, Creation Life Publishers, 1974, S. 10

4 Kennedy, S. 3-4.

5 Kennedy, S . 4.

6 Nachfolgend ist eine Liste von englischsprachigen Büchern, die ganz klar einige der stärksten Beweise für Christus darlegen:: The Case For Christ, Lee Strobel, Zondervan Publishing House, 1998; The Historical Reliability of the Gospels, Craig Blomberg, InterVarsity Press, 1987; The New Testament Documents: Are They Reliable?, F. F. Bruce, Eerdmans, 1960; The Evidence for Jesus, R. T. france, InterVarsity Press, 1986; Jesus Under Fire, Michael J. Wilkins and J. P. Moreland, Zondervan, 1995; The Resurrection Factor, Josh McDowell, Here's Life, 1981; Evidence Demands a Verdict, A Campus Crusade for Christ Book, 1972. Es könnten noch viele andere zitiert werden.

7 Zwei weitere, herausragende Bücher über Beweise für die Auferstehung sind Knowing the Truth About The Resurrection, Our Response to the Empty Tomb, William L. Craig, Servants Books, 1988, und Did Jesus Rise From the Dead, The Resurrection Debate, Gary Habermas und Antony Flew, Terry L. Miethe, Editor, Harper & Row, 1987.

8 Josh McDowell, More Evidence that Demands a Verdict, Campus Crusade For Christ, 1975, S. 6.

9 Lee Strobel, The Case For Christ, Zondervan, 1998, S. 127.

10 Einige haben dies Philip Brooks, dem Autor von "O Little Town of Bethlehem” zugeschrieben.


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