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Einleitung

Die systematische Theologie hatte es eine Zeit lang (aus jeweils unterschiedlichen Gründen) sowohl in der verkündenden Kirche als auch in der akademischen Theologie schwer. Nun aber erlebt sie ihr Comeback – zu Recht, denn eine systematische Theologie ist sowohl möglich als auch notwendig.

Für unsere Zwecke also beinhaltet die systematische Theologie die Betrachtung sämtlicher Tatsachen über Gott und sein Werk – so wie diese aus jeder nur möglichen Quelle, hauptsächlich aber aus der biblischen Offenbarung hervorgehen – und die Zusammenstellung dieser Tatsachen in kohärenter und vernetzter Weise, um die Gläubigen zu gottgemäßem Verhalten anzuhalten, zu ermutigen und anzuleiten.1 Die Gründe, warum wir hier die Hauptlehren der Heiligen Schrift untersuchen, in Bezug zueinander bringen und darstellen, sind unter anderen die folgenden beiden:

  • Um unser Verständnis von Gott, von der Wahrheit und vom christlichen Glauben fortzuentwickeln. Petrus ermahnt uns, ständig zu wachsen in der Erkenntnis (nicht nur, aber zumindest auch in der kognitiven Erkenntnis) unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus (2.Pe 3:18). Auf diese Weise können wir der Wahrheit zum Durchbruch verhelfen, Irrtümer vermeiden und uns die große Chance auf eine moralische und heilige Lebensführung verschaffen. Kurz gesagt besteht unser Ziel darin, ein Leben zu führen, mit dem wir dem Herrn Ehre machen, ihn mit Wahrheit anbeten (Joh 4:24), seiner Gemeinde richtig und wahrhaftig dienen (Eph 4:15) und zu Salz und Licht für unsere Mitmenschen werden (Mat 5:16; Rö 13:8).
  • Um die biblische Wahrheit in nicht-christlicher Umgebung erklären, verteidigen und anwenden zu können. Wiederum ist es Petrus, der uns auffordert, stets bereit zu sein, auf Fragen nach dem Grund für die Hoffnung, die in uns ist, eine Antwort zu geben (1.Pe 3:15). Umso besser, wenn die Antwort auch noch durchdacht ist und tatsächlich eine ausgewogene Zusammenfassung biblischer Lehren darstellt!

1 Diese Einführung lässt weitgehend jede technische Diskussion und die geschichtliche Entwicklung der behandelten Doktrinen außer Acht. Sie richtet sich ausschließlich an Laien. Es wäre aber gut, wenn diese, nachdem sie die Einführung durchgearbeitet haben, sich einer vertieften Diskussion jedes der dargestellten Themen zuwendeten. Deshalb benutzt der Verfasser auch immer wieder Begriffe wie „Bibliologie“, „Eschatologie“ etc., damit der Studierende ihre Bedeutung lernen kann und besser auf weiterführende Abhandlungen vorbereitet ist, in denen diese Begriffe häufig auftauchen.

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