Where the world comes to study the Bible

Wie man vom Gesetz lernen kann (Galater 4, 21-31)

Einleitung

Harold Bussell hat ein sehr ausgezeichnetes Buch geschrieben, Unholy Devotion: Why Cults Lure Christians (Unheilige Hingabe: Warum Kults Christen Verlocken.) Er gibt viele Beispiele auf welche Weise evangelische Kirchen zu Verhaltungen und Erwartungen beitragen, die Individuums in Richtung der Kults neigen. Während Ich unseren Abschnitt studierte entdeckte Ich, dass Bussell versagte, eine entscheidende Angelegenheit in seinem Buch einzuschliessen. Könnte Ich ein Kapitel hinzufügen, würde es heissen, die Hermeneutik von Häresie. (Hermeneutik ist die Methode biblischer Deutung.) Die nachlässige Vergeistigung durch viele evangelische Prediger hat den Weg bereitet für die geheimen Deutungen der Kulte. Beide, der nachlässige Evangelische und der Kultist, benützen die gleiche Methode um die Bibel zu deuten. So ist der leichtgläubige Christe geneigt, die Botschaft des Kultisten zu akzeptieren, besonders wenn ihm nicht beigebracht wurde für sich selbst zu studieren.

Satan hat evangelische Christen sehr erfolgreich geblendet, indem er unsere Aufmerksamkeit ausschliesslich auf die Unfehlbarkeit und Autorität der Heiligen Schrift richtet. Selbstverständlich sind diese sehr wichtige Angelegenheiten, aber es ist wertlos, die Genauigkeit (Unfehlbarkeit) und Autorität der Bibel zu betonen, wenn wir sie durch unsere nachlässige Deutung vernebeln oder verdrehen. Obwohl es ungemütlich sein könnte, müssen wir anerkennen, dass einige verdrehte Formen des Christentums, gemeinsam mit vielen Kulten behaupten, dass sie genauso dogmatisch sind wie wir evangelischen Christen, die Unfehlbarkeit und Autorität der Bibel aufrecht zu erhalten. Jedoch unterscheiden sie sich von unserer Deutung des autoritären Wortes Gottes. J. I. Packer macht diesen Punkt in seinem Buch, Beyond the Battle for the Bible. (Jenseits des Kampfes für die Bibel.) Packer schreibt,

Die Hauptunterschiede zwischen historischen Protestanten und Römischen-Katholiken —päpstliche Autorität, der Anwesenheit und Opferung von Christus in der Messe, die Weise und Bescheinigung der ordinierten Pfarrer, die Weise von Rettung durch Gnade, durch den Glauben — sind in den Unterschiedlichkeiten der Deutung verwurzelt; So sind auch die hauptsächlichen Auseinandersetzungen zwischen Christen aller Überzeugungen und der Zeugen Jehovas, mit deren Anti-Dreifaltigkeits-Einstellung, deren Erwartung von Armageddon und ihrer legalistischen Lehre der Rettung; Dennoch haben römisch-katholische und Zeugen Jehovas historisch die Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift betont und haben behauptet, dass alle ihre Unterschiede biblisch begründet sind. Sie können dann sehen, wie wichtig die Angelegenheit der Deutung ist.74

Wegen der Intensität der Debatte über die Unfehlbarkeit und Autorität der Heiligen Schrift, die wir als autoritativ und unfehlbar verteidigen, sind wir geneigt den kritischen Wert der genauen Deutung und Anwendung der Heiligen Schrift zu übersehen. Viele Ungläubige sind von biblischer Exposition skeptisch geworden und folgern, dass die Bibel kein klares Wort von Gott für sie enthält. Dies sollte keine Überraschung sein, da sie beobachtet haben, dass Leute von entgegengesetzten Ansichten die Lehren der Bibel zur Unterstützung ihrer Ansichten behauptet haben. Sie glauben, dass Christen in der Lage sind, die Bibel sagen zu lassen, was auch immer sie wünschen. Unglücklicherweise besteht ein gutes Mass der Wahrheit in ihren Anklagen.

Unser Abschnitt in Galater 4 ist von grosser Bedeutung zu dieser Angelegenheit der genauen biblischen Deutung, beides, von was es lehrt und was es nicht lehrt. Viele erklären uns, dass dieser Text die allegorische Deutungsmethode sanktioniert, die nach einer tieferen geistigen Bedeutung, unterhalb der seichten Oberfläche des buchstäblichen strebt. Sie glauben, dass Paulus die allegorische Methode in diesem Abschnitt angewendet hatte, um seine Konkurrenten zu übertreffen. Ich glaube nicht, dass dies der Fall ist, wie es unsere Exposition zeigen wird.

Diese abschliessende Textstelle in Galater 4 ist zu 20. Jahrhundert-Christen entscheidend, da wir genau den gleichen Problemen gegenüberstehen, wie die Heiligen Galater im 1. Jahrhundert: Wie deutet der Neue Testament Heilige das alte Testament und wie wendet er es an, das hauptsächlich zu den Juden geschrieben wurde? Ich glaube, dass Paulus ins Herz des Problems der Judenmacher trifft —ihrer Hermeneutik und Deutungsmethode der Heiligen Schrift. In unserer Studie richten wir unsere Aufmerksamkeit zuerst auf die Bedeutung der Botschaft, von Paulus zu den Galatern, und vergleichen dann die Methode die Paulus anwendet, zu der von den Judenmachern. Lasst uns betend unseren Text betrachten, nicht nur um die Botschaft von Paulus zu verstehen, aber auch um seine Methode zur Anwendung der Heilige Schrift zu erlernen.

Das Problem
(4, 21)

21 sagt mal, Ihr die unter dem Gesetz stehen möchten, hört Ihr nicht das Gesetz?

Bis zu diesem Punkt hat Paulus die Botschaft der Judenmacher widerlegt. Jetzt, in Vers 21 wirft Paulus den Fehdehandschuh nieder und entblösst die Methoden der Judenmacher. Paulus ist der Meinung, dass schlechte Methoden schlechte Botschaften erzeugen. Lasse diejenigen überlegen, die wünschen unter dem Gesetz zu sein, auf welche Weise sie vom Gesetz lernen müssten.

Dieses sind auf keinen Fall Probleme, die nur die Galater Kirchen, Paulus und die Judenmacher betreffen. Es ist das gleiche Problem, dem diejenigen gegenüberstehen, die die Wahrheit kennen und befolgen möchten, wenn sie mit denjenigen umgehen müssen die die Wahrheit verdrehen wollen. Petrus schrieb, dass falsche Lehrer die Heilige Schrift verdrehten die Paulus geschrieben hatte (2 Pet. 3, 16.) Die grundliegende Meinungsverschiedenheit unseres Herrn, mit der von den Schriftgelehrten und Pharisäern, betraf ihre Deutungsmethode der Heiligen Schrift. Jesus strebte, die nachlässige Weise zu entblössen, mit der Seine Gegner die Alten Testament Heiligen Schriften behandelten (CF. Math. 22, 29-31; 23, 24.) Die Bergpredigt (Math. 5-7) war die Erklärung unseres Herrn, des Unterschiedes zwischen Seiner Hermeneutik und der von den Schriftgelehrten und Pharisäern.

Wenn wir für einen Moment pausieren und nachdenken, werden wir feststellen, dass die erste Neue Testament Heilige Schrift, die die Galater gelesen hatten, war wahrscheinlich das Buch das zu ihnen geschrieben wurde. Der grösste Teil der Heiligen Schrift, der für sie zur Zeit vorhanden war, würde das Alte Testament gewesen sein. So wurden sie dem Problem gegenübergestellt, wie sollte ein heidnischer Christe die Alten Testament Heiligen Schriften deuten und anwenden, die zu den Juden geschrieben wurde. Es scheint mir, dass die Antwort der Judenmacher ziemlich einfach war, wenn auch falsch. Sie lehrten, dass ein Heide zum Juden werden sollte, und dann alles buchstäblich deuten und direkt für sich anwenden müsste. Diese Methode versagt jedoch zu berücksichtigen, die Änderung in der Methode Gottes, mit den Juden umzugehen, vor und nach der Ankunft von Christus. Paulus’ Herausforderung in Vers 21 wirft diese grundliegende Frage der Hermeneutik auf, denn unterschiedliche Methoden ergeben unterschiedliche Botschaften.

Der Abschnitt
(4, 22-23)

22 denn es steht geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einer von der Leibeigenen und einer von der freien Frau. 23 aber der Sohn der Leibeigenen wurde nach Art des Fleisches geboren, aber der Sohn der freien Frau durch die Versprechung.

Verse 22 und 23 umreissen den Abschnitt und seine wesentlichen Tatsachen. Paulus schliesst das Buch der Schöpfung ein, mit einer breiteren Anwendung der Bezeichnung Gesetz. Das Gesetz umfasst mehr als nur die Gebote die zu Moses gegeben wurden und müssen im Licht des erweiterten Kontextes gedeutet werden.

Bemerkt, wie unterschiedlich die biblischen Schriftgelehrten auf ihren Text hinweisen. Manchmal verweisen sie auf die Heilige Schrift mit dem Ausdruck es steht geschrieben. In anderen Ereignissen identifizierten sie das Buch von dem der Text genommen wurde. Im Evangelium von Lukas, unser Herr bezeichnete einen Text in Exodus, mit, der Busch (Lukas 20, 37.) Seht ihr, sie hatten nicht Kapitel und Paragraphen bezeichnet, noch hatten sie Abschnitte in Verse aufgeteilt, so wie wir es heute haben. Folglich könnte die Weise auf welche Texte zitiert wurden zu uns merkwürdig erscheinen.

Die Ereignisse auf welche Paulus in diesem Abschnitt hinweist, werden in Schöpfung 16-21 gefunden. Folglich ist es ein ziemlich grosser Anteil der Heiligen Schrift, nicht nur eine Handvoll Verse. Paulus umreisst den Text seinem Zweck entsprechend. Abraham hatte zwei Frauen, von denen jede einen Sohn geboren hatte. Die Leibeigene Hagar gebarte einen Sohn, der das Resultat blosser fleischlicher Bemühung war, während die freie Frau Sara, einen Sohn hervorbrachte, der das Produkt der Versprechung und der Macht Gottes war. Von diesem Bericht in der Schöpfung, gekennzeichnet durch diese Tatsachen, zieht Paulus einige bedeutende Details aus den folgenden Versen heraus.

Die Ähnlichkeiten
(4, 24-27)

24, dieses ist allegorisch gesprochen: denn diese Frauen sind zwei Bündnisse, eine kommt aus dem Berg Sinai hervor und gebäret Kinder die Sklaven sein werden; diese ist Hagar. 25 diese Hagar ist der Berg Sinai in Arabien und entspricht dem heutigen Jerusalem, denn sie ist in Sklaverei mit ihren Kindern. 26 aber das obere Jerusalem ist frei; sie ist unsere Mutter. 27 denn es steht geschrieben, erfreue dich, unfruchtbare Frau, die nicht gebären kann; Breche in Jubel aus und rufe, du, die keine Geburtswehen erleidet; Denn zahlreicher sind die Kinder der verwüsteten, denn derer die einen Ehemann hat.

Der erste Ausdruck in Vers 24, dieses enthält eine Allegorie (Nasb), ist eine verwirrende Schilderung für viele Kommentatoren,75 und resultiert in einer Anzahl alternativer Übersetzungen. Ich glaube das die Übersetzer der Nasb diese Schwierigkeiten klug angefasst haben, und betonen, dass Paulus den Abschnitt allegorisch benutzt, ohne ihn allegorisch zu deuten.

Bevor wir versuchen eine Schlussfolgerung von Paulus’ Deutungsmethode dieser Ereignisse zu ziehen, bezüglich der beiden Söhne von Abraham, lasst uns auf die Botschaft konzentrieren, die Paulus wünscht wir würden begreifen. In Versen 24-27, Paulus lenkt die Aufmerksamkeit der Galater Leser auf eine Ähnlichkeit zwischen ihren Umständen und denen der beiden Frauen von Abraham und ihren Söhnen. Die zwei Frauen von Abraham waren eine Art Personifizierung der beiden Bündnisse (das Abrahamische und das Mosaische), welche Paulus vergleicht und kontrastiert.

Hagar personifiziert das Mosaische Bündnis, und ihr Sklavensohn ist symbolisch für alle Söhne des Mosaischen Bündnisses. Paulus vergleicht diese Sklavin, mit dem Bündnis das aus dem Berg Sinai in Arabien hervorkommt. Die Kinder dieses Bündnisses sind Sklaven genannt (V. 24.) Da er jetzt Hagar klar mit dem Mosaischen Bündnis identifiziert hatte, Paulus drückte voran, um diese Frau mit dem heutigen irdischen Jerusalem zu vergleichen (V. 25.) Diese war die Hauptstadt des ungläubigen Judaismus, sozusagen, das in einem religiösen System versklavt war, welches die Freiheit in Christus ablehnte (V. 25.)

Paulus kontrastiert Hagar und ihre Sklaverei, mit Sara und ihrem Sohn, der nicht nur frei war, aber auch ein Erbe Abrahams (VV. 26-27.) Sara stellt das himmlische Jerusalem dar, dessen Söhne frei sind (V. 26.) Paulus zitiert Jesaja 54, 1, um das Verhältnis von Sara zum himmlischen Jerusalem zu erstellen. Das Verhältnis zwischen beiden ist nicht nur ein Hirngespinst von Paulus, wie es uns die Allegoristen gerne glaubhaft machen möchten. Der Inhalt dieses Textes von Jesaja deckt die Versprechung Gottes auf, Zion nach ihrer Gefangenschaft wiederaufzubauen. Es ist nicht versehentlich, dass es sofort auf den Fersen der Versprechung des Messias in Kapiteln 52 und 53 folgt. Der Wohlstand und der Segen des wiederhergestellten Jerusalems ist als eine unfruchtbare Frau geschildert, die einst den Vorwurf ihrer Unfruchtbarkeit gedulden musste, aber wird danach mit mehr Söhnen gesegnet werden als die verheiratete Frau. Paulus nimmt die Schilderung der Söhne von diesem Text auf und wendet sie für das wiederhergestellte Jerusalem an. Was zu uns als eine Vergeistigung dieses Abschnittes erscheinen könnte, ist eigentlich das Resultat der bedächtigen Behandlung durch Paulus, basiert auf seinen überlegenen Einblick zu diesem Text.76

Der Punkt des Abschnittes
(4, 28-31)

28 und ihr, Brüder, wie Isaac, seiet Kinder der Versprechung. 29 aber wie zu jener Zeit, er, der durch das Fleisch geboren wurde, verfolgte ihn, der durch den Geist geboren wurde, so ist es noch heute. 30 aber was sagt die Heilige Schrift? Treibe die Leibeigene und ihren Sohn hinweg, denn der Sohn der Leibeigenen ist nicht ein Erbe mit dem Sohn der freien Frau. 31 so dann Brüder, wir sind nicht Kinder einer Leibeigenen, sondern der freien Frau.

Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Frauen Abrahams und dem Problem der Galater werden Messerscharf in Versen 28-31. Diese Verse dienen nicht nur als Zusammenfassung dieses Paragraphs, aber auch für den gesamten Abschnitt von Kapiteln 3 und 4. Beachtet die Verbindung der Allegorie, die Paulus zur Situation in Galatien erstellt.

(1) Diejenigen die durch den Glauben leben sind die Erben von Abraham, nicht diejenigen die durch Gesetzeswerke leben. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer, gemeinsam mit den Judenmachern der Galater, hatten sich eingebildet geistig überlegen zu sein, da sie die Söhne Abrahams waren. Paulus’ Hinweis auf Sara und Hagar übermittelt eine erstaunliche Realität: die Judenmacher waren die Söhne von Abraham aber sie waren nicht die Söhne von Sara. Sie hatten den richtigen Vater aber die falsche Mutter. Nur diejenigen, die zu Gott durch Glauben in Christus gekommen sind, sind die Söhne von Abraham durch Sara. Menschen, die sich Gott durch ihr eigene Rechtschaffenheit nähern (durch Gesetzeswerke) sind wirklich Söhne von Hagar--unter Knechtschaft. Wieder einmal hat Paulus in graphischer Bezeichnung den Punkt klar gemacht, die Überlegenheit des Glaubens über Taten, der Gnade über das Gesetz, die Versprechungen zu Abraham über die temporären Einschränkungen des Gesetzes.

(2) Die Judenmacher verfolgten die christlichen Heiden indem sie beharrten, dass Einhaltung des Alten Testamentgesetzes eine Priorität und ein Privileg ist. Scheinbar war Abraham zurückhaltend zur Verfolgung Isaaks durch Ismael, aber es war offensichtlich zu Sara. Die Behandlung Isaaks, durch Ismael, war ähnlich der Behandlung der Heiden durch die Judenmacher. Genau wie das Fleisch mit dem Geiste kämpft (5, 17), so war Ismael, ein Kind des Fleisches, uneins mit Isaak, ein Kind der Versprechung, geboren durch den Geist (4, 29.) Die Heiden warenen nicht nur von diesen falschen Lehrer verzaubert (3, 1), sie wurden wirklich schlecht behandelt. Es war Zeit für sie aufzuwachen. Sie sollten nicht durch die eifrige Verfolgung der Judenmacher (4, 14) geschmeichelt sein, sondern sollten deren Eifer richtig erkennen—als Verfolgung.

(3) Den Heiligen Galatern wurde durch dieses Ereignis im Leben von Abraham, Sara und Hagar gelehrt, wie sie sich gegenüber den Judenmachern verhalten sollten. Abraham liebte Ismael (CF. Gen. 17, 18) und sträubte sich ihn und seine Mutter auszustossen (Gen. 21, 11.) Es war nur durch Saras’ harte Einstellung und Gottes Befehl, seiner Frau zu gehorchen, dass Ismael ausgestossen wurde.

Zugegeben, Ich hatte immer das Gefühl das Sara ein Nörgler war und fühle mich ehrlich noch immer so. Nörgler oder nicht, Sara hatte recht und Abraham hatte unrecht. Er wollte versuchen seine beiden Söhne und deren Mütter zu versöhnen, aber Sara wollte nichts davon wissen. Sara war viel empfindlicher zu den Feindseligkeiten dieser beiden Söhne und zur Gefährdung der friedlichen Koexistenz. Sie wusste, dass die beiden Söhne inkompatibel waren und mussten getrennt werden. Ausserdem können wir vom Wort Gottes folgern, von Seiner Anweisung zu Abraham, dass sie Recht hatte. Die Heilige Schrift erklärt uns was getan werden muss: Treibe die Leibeigene und ihren Sohn aus, denn der Sohn einer Leibeigenen ist nicht ein Erbe mit dem Sohn der freien Frau (Gen. 21, 10; Gal. 4, 30.)

Sara, die Mutter von Isaak hatte recht wenn sie beharrte, dass Hagar und Ismael gehen müssen. Ich denke nicht das es blosser Zufall ist, dass direkt im vorhergehenden Kontext (4, 19), Paulus die Schilderung der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind anwendet. Sehen Sie, Paulus sowie Sara sahen klar, die einzige korrekte Handlungsweise, und wie sie, er machte zögernd den folgenden schmerzhaften Schritt. Paulus sprach durch den Mund von Sara, schmeisse diese Judenmacher raus, denn sie sind nicht mit Rettung durch den Glauben vereinbar”!

Das Argument von Kapiteln 3 und 4 wurde durch diese „Allegorie passend zusammengefasst. Die Christen Galater sind die Söhne von Abraham und folglich Erben des Segens, den Gott zu ihm versprochen und in Christus bereitgestellt hat. Zum Gesetz zurückzukehren würde heissen, nach einem minderwertigen Status zu streben, zu dem sogar die Juden sich nicht wagten zurückzukehren. Das Streben und die Lehren der Judenmacher waren wirklich Verfolgung. Lasst die heidischen Kirchen entsprechend mit den Judenmachern umgehen und sie hinauswerfen, genauso wie es Abraham mit Hagar und ihrem Sohn getan hatte.

Paulus’ Methodologie

Die Botschaft dieser Verse ist kurz und bündig. Die verbleibende Frage ist, was ist Paulus’ Methode, der Anwendung der Alten Testament Heiligen Schriften und ist es ein Beispiel für Christen heute? (Insbesonders wo sich die Angelegenheit um die Bezeichnung Allegorie“ dreht), die wir in Vers 24 finden, zusammen mit der Weise auf die Paulus die Geschichte der beiden Frauen Abrahams’ und deren Söhne benützt. Ich interessiere mich besonders in den Sinn, auf welchen Paulus die Bezeichnung Allegorie verwendet und was uns dieses über die Deutung der Heiligen Schrift lehrt. Lasst uns beide Aspekte dieser Frage erwägen, während wir streben die Botschaft und Methode von Paulus in unserem Leben anzuwenden.

Ich glaube, dass viel des Problems in diesem Abschnitt in einer ungenauen Definition der Bezeichnung Allegorie liegt. Ich beginne indem Ich drei Möglichkeiten unterscheide, in denen Allegorie verstanden und angewendet wurde, und dann werde Ich versuchen zu identifizieren welcher Sinn mit der Methode von Paulus übereinstimmt.

(1) Es gibt die allegorische Deutungsmethode. Die allegorische Deutungsmethode sieht die buchstäbliche Bedeutung des Textes als grundliegend und nebensächlich zur geistigen Deutung. Diejenigen die unreif sind, oder in den tieferen Sachen eingeführt, sind nur fähig die buchstäbliche Bedeutung zu erfassen. Das Primärproblem mit der allegorischen Methode ist, dass die geistige Deutung höchst subjektiv ist, und hat häufig wenig Beziehung zum Text der gedeutet wird. Ein paar Beispiele der allegorischen Deutung könnten helfen, ein Gefühl für diese Methode zur Deutung zu bereiten. In den folgenden Beispielen beobachten wir, wie die buchstäbliche Bedeutung des Textes beiseite gesetzt und mit einer viel subjektiveren Bedeutung ersetzt wird, die nach vorsichtiger Analyse nicht mit dem Text verbunden ist.

Z.B. Abrahams’ Treck nach Palästina ist wirklich die Geschichte eines stoischen Philosophen, der Chaldäa (sinnliches Verständnis) verlässt und in Haran einkehrt, welches auch „Löcher“ (die Sinne) genannt ist und Leere darstellt, die durch Löcher, d. h. die Sinne verstanden werden kann. Wenn er zu Abraham wurde, wurde er ein wirklich erleuchteter Philosoph. Sara zu heiraten, bedeutet absolute Weisheit.77

Das folgende ist Swedenborgs’ Deutung von Mathias 24, 29-31,

Diejenigen, die diese Worte im buchstäblichen Sinne verstehen haben keinen anderen Glauben denn diesen, während dieser abschliessenden Periode die das endgültige Urteil genannt ist, all dieses soll sich ereignen wie es im buchstäblichen Sinne beschrieben ist..., so ist heutzutage der Glaube der meisten Menschen in der Kirche.

Aber diejenigen die so glauben sind unwissend, von der Arkana, das in jedem einzelnen Wort verborgen liegt. Denn in jeder Einzelheit des Wortes besteht ein innerer Sinn, der von geistigen und himmlischen Sachen spricht und nicht von natürlichen und weltlichen, die im buchstäblichen Sinne behandelt werden. Dieses ist nicht nur der Fall in der allgemeinen Bedeutung vieler Ausdrücke, sondern trifft zu in jedem einzelnen Ausdruck.... Es ist in diesem Sinne dass es verstanden sein muss, was der Herr in den oben angegeben Worten spricht, bezüglich Seiner Ankunft in den Wolken des Himmels. Die Sonne, die verdunkelt sein wird bezeichnet den Herrn bezüglich Liebe; der Mond, den Herrn bezüglich des Glaubens; Sterne, Wissen von Gut und Wahrheit oder Liebe und Glauben; Das Zeichen des Menschensohnes im Himmel, die Äusserung der göttlichen Wahrheit; Die Völker der Erde die alles beklagen werden, bezüglich Wahrheit und Gut oder des Glaubens und der Liebe; Die Ankunft des Herrn in den Wolken des Himmels mit Macht und Triumph Seine Anwesenheit im Wort und die Offenbarung. Wolken bezeichnen den Sinn des buchstäblichen Wortes und Triumph den internen Sinn des Wortes; der Engel mit einer Trompete und einem grossen Shall bezeichnen den Himmel als Quelle der göttlichen Wahrheit. Von der Bedeutung dieser Worte des Herrn ist es klar, dass am Ende der Kirche, wenn Liebe nicht mehr vorhanden ist und infolgedessen kein Glaube, der Herr wird die interne Bedeutung des Wortes öffnen und die Arkana des Himmels offenbaren...78

Die Alten Griechen verwendeten eine allegorische Deutungsmethode ihrer Religion, wenn es nicht mit moderneren Entdeckungen in wissenschaftlichen Gebieten übereinstimmte. Die Absurditäten griechischer Mythologien, mit deren Pantheon von Göttern, die absurd, grotesk, oder unmoralisch waren,79 wurden der griechischen Wissenschaft und Philosophie durch Allegorisierung angepasst. Die alexandrinischen Juden adoptierten diese Methodologie in ihrem Versuch das Alte Testament kompatibel mit griechischer Literatur und Philosophie zu machen.80 Schliesslich fand die allegorische Methode ihren Weg in die Kirche:

Hier ist eines der merkwürdigsten Schicksale der Geschichte. Die allegorische Methode entstand um den Ruf der altgriechischen religiösen Dichter zu retten. Diese Deutungsmethode wurde von den alexandrinischen Griechen aufgenommen. Danach wurde es der christlichen Kirche vermacht. Farrar fährt fort, durch ein einziges Ereignis der Umstände, die homerischen Studien von heidischen Philosophen deuteten zuerst den Juden an, und danach durch diese den Christen, eine bisher unbekannte Deutungsmethode der Heiligen Schrift, und diese verblieb unerschütterlich für mehr als 1500 Jahre.81

In neueren Zeiten, die allegorische Deutungsmethode wird angewendet, um angebliche Fehler der Bibel anzusprechen, mit angeblich zuverlässigeren Tatsachen der Philosophie oder Wissenschaft. Die Lösung sei, die Bibel zu demythologisieren“, um die buchstäblichen Fehler vom geistigen Kern der Wahrheit zu trennen, die durch allegorische Deutung des Textes besser festgestellt werden könnte.

Die allgemeine Ansicht von Kommentatoren unseres Textes ist, dass Paulus die allegorische Deutungsmethode angewendet hat. Sogar die besten Gelehrten denken Paulus benützt die allegorische Deutungsmethode, in den Ereignissen des Lebens von Abraham, betreffend seiner beiden Söhne. Führend unter solchen Gelehrten ist Burton, der folgert,

Der Apostel spricht dann nicht von was dieser Abschnitt bedeutet, wie es durch den ursprünglichen Autor geäussert wurde, sondern von der Bedeutung übermittelt durch den Abschnitt, sowie er geschrieben steht. Gemeinsam mit Philo vor ihm, und dem Autor der Epistel zu den Hebräern, und Origen nach ihm, er begriff die Heilige Schrift als in seinen eigenen Tagen sprechend; Und da Paulus anderswo in dieser Epistel und in Römer ohne Qualifikation von Abraham als eine historische Figur spricht, ist es offensichtlich, dass er zumindest in diesem Abschnitt der Heiligen Schrift zuschreibt, in einer Bedeutung zu sprechen, unterschiedlich von ihrer ursprünglichen Bedeutung, bezüglich des letzteren, repräsentiert es historische Wahrheit [sic.], wie durch geistige Wahrheit übermittelt. Die einzige Frage kann sein, ob er in diesem Fall die geistige Wahrheit als wirklich übermittelt und verbürgt durch die Heiligen Schrift ansah, oder ob er nur zum Zweck des Anklangs zu den Galatern eine gegenwärtige Methode der Anwendung der Heiligen Schrift adaptierte. 82

Ich glaube, dass die allegorische Deutungsmethode ungültig ist und dass es nie von biblischen Verfassern benützt wurde. Es gibt mehrere Gründe für diese Folgerung. Erstens, allegorische Deutung ist total subjektiv und hat keine Kontrolle um die Deutung von der Voreingenommenheit des Übersetzers frei zu halten. Zweitens, wenn die Methode der allegorischen Deutung subjektiv ist, ist das Motiv sogar noch fraglicher. In jedem der oben erwähnten Ereignisse, wo die allegorische Deutungsmethode angewendet wurde, wurde es verwendet um frommes Dogma oder Enthüllung zu anderen Systemen der Wahrheit anzupassen, die als genauer und massgebender angesehen werden. Die allegorische Methode wird angewendet, wenn die buchstäbliche Methode unbequem ist. Die Heilige Schrift müsste nur allegorisch gedeutet werden, wenn, (a) der Gelehrte die buchstäbliche Bedeutung nicht erkennen kann, oder (b), der Gelehrte findet die buchstäbliche Bedeutung unbequem. Keiner dieser Gründe haben biblische Basis.

Drittens ist es unvorstellbar dass Paulus eine Methode anwenden würde die er selbst verurteilte. Aus einer Anzahl von Abschnitten die Paulus geschrieben hat, hinsichtlich der falschen Lehren die die Kirche seiner Tage quälte, können wir folgern, dass ein grosser Teil dieser Lehren von Natur aus spekulativ waren (CF. 1 Tim. 1, 3-11; 4, 6-7; 2 Tim. 2, 23-26; Titus 1, 14.) Paulus verurteilt hier die Methode sowie die Botschaft der falschen Lehrer. Ich kann folglich nicht glauben, dass Paulus eine Methode anwenden würde die er nicht genehmigte, selbst wenn sie zu seinen Lesern eindrucksvoll gewesen sein könnten. Paulus war mit seiner Methodologie genau so sorgfältig wie mit seiner Botschaft (1 Kor. 1, 17; 2, 1, 4; 2 Kor. 2, 17; 4, 2; CF. 1 0,10.)

Schliesslich, die allegorische Deutungsmethode übereinstimmt nicht mit der Anwendung von Allegorie in der Bibel, welches unser folgender Punkt sein wird.

(2) Obwohl die allegorische Deutungsmethode der Heiligen Schrift unakzeptierbar ist, der Gebrauch von Allegorie als ein Lehrmittel wird häufig in der Bibel gefunden. Allegorische Deutung strebt, die buchstäbliche Bedeutung eines Abschnittes zu verringern und zu verändern. Das Ziel der allegorischen Lehrmethode ist, die buchstäbliche Bedeutung eines Abschnitts oder Prinzips zu maximieren. Dieses wird erzielt, wenn das Wesentliche der Wahrheit klar gemacht und mitgeteilt wird, indem man es mit etwas vergleicht, dass schneller und graphischer begriffen werden kann. Lehren ist auf Analogie basiert. Der Mond, so lehren wir, hat eine unebene Oberfläche, wie einer Orange. Das Königreich Gottes, so lehrte unser Herr, war wie ein Senfsamen oder Sauerteig oder ein Säer der Samen säht (CF. Math. 4; Math. 13.)83

Wie Ich gegenwärtig biblische Allegorie verstehe, können wir uns das Thema durch zwei verschiedene Kategorien vorstellen. Die erste könnten wir fiktionale Allegorie nennen. In diesem Fall wird eine Geschichte geschildert, die durch Analogie eine biblische Wahrheit auf graphischere oder wirkungsvollere Weise illustriert. Die Parabeln unseres Herrn fallen unter diese Kategorie von Allegorie. Die Parabeln brauchten nicht historische Ereignisse zu sein; sie waren Geschichten, die eine Lektion, eine Wahrheit oder ein Prinzip genau mitteilten. Die Parabel des verlorenen Sohns diente (unter anderem) die Heuchelei und den Stolz der Schriftgelehrten und Pharisäer zu entlarven, die eifersüchtig auf die Gnade Gottes waren, die den Sündern“ gegenüber gezeigt wurde. Die Parabel von Nathan, des reichen Mannes der das einzige Lamm des armen Mannes gestohlen hatte, schilderte wirkungsvoll die Übeltat von David, wenn er das Leben und die Frau von Uriah genommen hatte. In der sekulären Welt sind die Fabeln von Äsop eine Art von Allegorie. C. S. Lewis, in seine Chroniken von Narnia, hat effektiv Allegorie angewendet um geistige Wahrheiten zu übermitteln.

Eine zweite und seltenere Form von Allegorie ist die, die Paulus in Galater 4 anwendet. Hier basiert die Analogie auf einen tatsächlichen historischen Bericht, in dem die Details dieses Berichtes mit den gegenwärtigen Umständen der Hörer oder Leser verbunden sind. Der Bericht von Sara und Hagar ist von Paulus nicht als Erfindung angesehen, sondern als Tatsache. Dieses ist offensichtlich, in der Weise auf die er die Allegorie in Galater 4, 22-23 vorstellt. Die Übersetzer der NasB haben dieses sehr klug behandelt, indem sie Paulus’ Wörter übertrugen -- dieses enthält eine Allegorie (Galater 4, 24), das erlaubt eine Allegorie aus einem historischen Bericht hervorzuheben.

Wenn biblische Allegorie angewendet wird, ist es in einer Weise erfolgt, die von nicht-biblischen Autoren sehr unterschiedlich ist. Folgend sind einige der Eigenschaften biblischer Allegorie, die in Paulus’ Behandlung des Falles von Hagar und Sara offensichtlich sind.

Wenn die allegorische Lehrmethode angewendet wird, ist es immer offensichtlich. In Vers 24, deutet Paulus seinen Lesern an dass er die Ereignisse in Vers 22 und 23 auf allegorische Weise schildert. Wenn unser Herr in Parabeln sprach, war die literarische Form so, dass es Niemand als etwas anderes als Allegorie verstehen konnte. Der Gebrauch von Allegorie wird immer angedeutet, entweder im Stil oder durch Aussage. Diejenigen, die andere Heilige Schriften allegorisch behandeln, haben versagt, die sorgfältige Weise zu beachten in der die Heilige Schrift selbst ihre Deutung vorschreibt.

Kein Zweifel wird im Verständnis des Lesers hinterlassen, hinsichtlich der Geschichtlichkeit von Ereignissen die allegorisch gedeutet sind. Paulus kennzeichnet ganz klar als historisch, nicht Erfindung, das Ereignis zwischen Hagar und Sara (CF. Galater 4, 21-23.) In den Parabeln unseres Herrn, ist die literarische Form so, dass der Hörer oder Leser nicht den Eindruck eines historischen Ereignisses hatte. Jesus bezog auf historische Ereignisse ganz anders. Die allegorische Schule der Deutung, nimmt Ereignisse die als historisch dargestellt sind und erklärt sie als Legenden.

In der Bibel, Allegorie ist immer auf Wahrheit basiert, begründet auf stichhaltige Exegese, buchstäbliche Deutung und Übereinstimmung mit biblischer Theologie. Einige Gelehrte versagen die grundsätzliche Beobachtung zu machen, dass dieser Teil am Ende des Hauptabschnittes, einschliesslich Kapitel 2 und 3 von Galater ist und als deren Zusammenfassung dient. Der Zweck dieses Abschnittes ist nicht, das Argument dieses Abschnittes zu entwickeln, sondern es nur deutlich auszudrücken. Die Hauptsachen die Paulus versucht hervorzuheben, sind diejenigen, die er vorher in der Epistel entwickelt hatte. Keine neue Angelegenheit wird in diesem abschliessenden Abschnitt vorgestellt. Was Paulus wünscht, dass seine Leser sehen würden, ist, die gleiche Wahrheit in einem neuen Licht zu sehen und es dann durchzuführen. Die Allegorie von Galater 4 basiert auf die Exegese und Theologie des vorhergehenden Abschnitts. Diejenigen, die auf Allegorie zurückgreifen müssen um ihren Punkt zu erstellen, sollten sofort verdächtigt sein. Diejenigen die einen Punkt offenbar und kurz auf Grundlage von Exegese und vernünftiger Theologie erstellt haben, können Allegorie reichlich anwenden um ihn auszudrücken.

Wenn die Basis einer Allegorie ein historischer Fall ist, abgeleitet von einem biblischen Text (wie in Galater 4), die Ähnlichkeiten werden dem Text entsprechend genau beschrieben. Wenn Sie die phantasievolle allegorische Deutung des obigen Textes, mit dem von Paulus in unserem Text vergleichen, gibt es einen beträchtlichen Unterschied. Phantasievolle allegorische Deutung zeichnet kaum Ähnlichkeiten zwischen dem Abschnitt und dessen geistiger Deutung. Solche Übersetzer können nicht überzeugend die Wechselbeziehung des Textes und dessen Bedeutung zeigen. Andererseits, da die Deutung so spekulativ ist, kann man auch die Deutung kaum herausfordern. (Zur Erinnerung, nur sehr geistige und erleuchtete haben die Fähigkeit, solche tiefe Wahrheiten zu erfassen.) Paulus’ Vergleiche begründen ganz genau die Ähnlichkeiten zwischen historischen Ereignissen, deren buchstäbliche Deutung, und den Umständen die durch Analogie verglichen sind.84 Mögen diejenigen die allegorisieren, so genau sein wie Paulus.

Das grundliegende Ziel einer Allegorie ist das Verständnis und die Anwendung einer geschilderten Wahrheit. Eine Allegorie oder Parabel wird angewendet, wenn eine abstrakte Wahrheit in konkreten Bezeichnungen verstanden und angewendet werden muss. In guten Lehren wird abstrakte Wahrheit durch Analogie (Allegorie, wenn Sie möchten) in sehr klaren, konkreten Bezeichnungen gelehrt. Der Wert der allegorischen Methode ist, dass es durch Vergleiche klar macht was anderenfalls sehr verwirrend sein könnte. Dieses war zweifellos in Galater 4 zutreffend. Paulus hatte sich mit einer sehr komplizierten und verwirrenden Angelegenheit beschäftigt, die fast vier Kapitel zur Erklärung brauchte. Mit einer kurzen Schilderung macht er das Wesentliche dieser Angelegenheit klar: (1) die Judenmacher sind in Knechtschaft und möchten dass die Galater auch gebunden sein würden. (2) die Judenmacher verfolgten wirklich die Galater. (3) die Galater sollten die Judenmacher hinauswerfen. Der Zweck von biblischer Allegorie ist genau das Gegenteil von unsachgemässer Methode der allegorischen Deutung. Die Bibel strebt, die Wahrheit klar und relevant zu machen; die Allegorisierer versuchen zur Seite zu schieben, was klar ist, indem sie sich auf das abstrakte konzentrieren. Dieses ist eine geschickte Weise die Wahrheit zu vermeiden, die zu unbequem ist. Der biblische Mitteiler strebt, die Wahrheit Gottes anzuwenden; andere streben sie zu vermeiden.

Schlussfolgerung

Wenden wir uns vom Abstrakten zum Konkreten. Ein Prinzip wird im Gebrauch von Paulus dieses alten Testament-Abschnitts gefunden, der jeden Christen in ihrem Gebrauch der Heiligen Schrift leiten sollte: DEUTE DIE HEILIGE SCHRIFT BUCHSTÄBLICH UND WENDE SIE AN DURCH ANALOGIE. Der Prozess ist nicht so einfach, kann aber auf folgende Weise umrissen werden: (1) Deutet den Abschnitt buchstäblich, angesichts des Kontextes, des Hintergrundes, der Kultur, der Grammatik und der biblischen Theologie. (2) Stellt das Prinzip oder die Prinzipen fest, die durch die Deutung aufgedeckt werden. (3) Strebt, das Prinzip anzuwenden, wenn ihr die Punkte der Ähnlichkeiten erwägt, zwischen dem biblischen Abschnitt und eurer eigenen gewissen Situation.

Mein Verständnis unseres Texts, von Paulus’ Methode und Botschaft ist, dass Allegorie nicht eine Deutungsmethode ist, sondern eine Methode der Kommunikation und Anwendung. Das Problem, dem die Galater gegenüberstanden, war, wie sie als Heiden das alte Testament deuten und anwenden sollten. Die Judenmacher waren falsch, wenn sie lehrten, dass die Lösung war, jüdisch zu werden und dann das alte Testament direkt anzuwenden. Paulus’Lösung war, den Abschnitt buchstäblich zu deuten, das zugrundeliegende Prinzip festzustellen und dann die entsprechenden Vergleiche in den Umständen zu finden.

In der Tatsache müssen wir alle diese Methoden biblischer Deutung und Anwendung verwenden, da selten, ob überhaupt, ein Fall besteht in dem unsere Umstände genau denen von einer Person in der Heiligen Schrift entsprechen. Ihr und Ich, werdet nie ein Sohn von Jakob sein, von unseren Brüdern in ägyptische Sklaverei verkauft, falsch beschuldigt und eingesperrt werden, u.s.w., sowie es mit Joseph geschehen war. Der Schlüssel zum Verständnis und zur Anwendung der Heiligen Schriften, die die Versuche und die Prüfungen von Joseph beschreiben ist, den Text buchstäblich und genau zu deuten, damit wir die Prinzipen erlernen, welche die Haltung und Tätigkeiten von Joseph regelten; Dann finden wir Situationen in unseren Leben, in denen diese gleichen Prinzipen zutreffend sind, nicht direkt, aber durch Analogie.

Dieses war immer die Weise auf die Gott beabsichtigte das Christen lernen würden. Betrachten wir z.B.Abraham. Der Verfasser zu den Hebräern erklärt uns, dass Abraham bereit war seinen Sohn Isaak zu opfern, aus Gehorsam zum Befehl Gottes. Er dachte, das Gott fähig war den Menschen vom Tote zu erheben; Von dem er Ihn (Christus) auch als ein Typ zurückempfing, (Heb. 11, 19.)

Insoweit die Bibel uns informiert und dieser Abschnitt in Hebräer andeutet, Gott erklärte Abraham nie direkt, dass er Isaak von den Toten erheben würde. Abraham folgerte dieses, wenn Sie wünschen, Abraham kam zu dieser Folgerung durch Analogie.

Lasst mich versuchen, irgendwie diesen Vorgang wieder zu erstellen. In Römer 4 schrieb Paulus vom Glauben Abrahams, hinsichtlich Gottes’ Versprechens, einen Sohn zu gewähren:

Aus Hoffnung, gegen alle Hoffnung glaubte er, damit er ein Vater vieler Nationen werden würde, wie es gesprochen wurde, so werden deine Nachkommen sein. Und ohne im Glauben schwach zu werden, erwog er seinen eigenen Körper, schon so gut wie tot, da er ungefähr einhundert Jahre alt war, und die Leblosigkeit von Saras’ Gebärmutter; Jedoch aus Respekt zum Versprechen Gottes schwankte er nicht im Glauben, aber wuchs stark im Glauben und rühmte Gott, völlig überzeugt, dass, was Er versprochen hatte, Er war auch fähig durchzuführen (Römer 4, 18-21.)

Gott versprach Abraham einen Sohn, ein Kind von ihm und von Sara. Abraham wusste, soweit es Schwangerschaft betraf waren sie beide so gut wie tot. Jedoch hatte er im Verlauf seines Lebens gelernt, dass Gott immer zuverlässig und treu seine Versprechungen einhalten wird. Folglich, obwohl dieses ein anderes Versprechen war, er glaubte dass Gott irgendwie einen Sohn durch sie hervorbringen würde. Jahre später, wenn Gott Abraham befohl seinen Sohn Isaak zu opfern, hatte Abraham vorhergehenden Beweis auf den er seinen Glauben und seine Gehorsamkeit begründete. Da Gott versprochen hatte Abraham durch Isaak zu segnen, musste Isaak am Leben bleiben. Wenn er Isaak opferte, irgendwie würde Gott ihn von den Toten erheben. Da die Geburt von Isaak praktisch das Geschenk des Lebens war, zu jenen und durch jene die so gut wie tot waren, war Gott fähig sein Versprechen zu erfüllen und sogar Isaak von den Toten zu erheben. Abraham benötigte kein direktes Wort von Gott, um zu glauben. Der Glaube Abrahams’ war viel mehr ausgeübt indem er die Ähnlichkeiten zwischen seinen gegenwärtigen Umständen und denen seiner Vergangenheit sah. Ich muss betonen, dass Abraham durch Analogie gelernt hat.85 Das gleiche Prinzip ermöglicht es uns zu verstehen, wie Paulus und andere Neu-Testament Verfasser gegenwärtige Ereignisse mit Alten Testament Heiligen Schriften vergleichen konnten. Schriftgelehrte denken darüber nach, wie Paulus, den Befehl einem Ochsen keinen Maulkorb anzulegen, mit der Bezahlung von Predigern anwenden konnte. Ich glaube der Prozess ist ganz offensichtlich. Paulus deutete diese Alten Testament Abschnitte buchstäblich. Er folgerte, der Grund warum dem Ochsen kein Maulkorb angelegt werden sollte ist, Gott wollte den Menschen lehren, dass Arbeit belohnt werden soll. Wie Paulus uns andeutete, das Hauptinteresse Gottes waren nicht Rinder sondern Menschen (1 Kor. 9, 9-10.) Wenn er eine biblische Grundlage für das Recht auf Bezahlung für den Dienst als Apostel erstellen wollte, Paulus konnte auf diesen Abschnitt hinweisen, denn das Prinzip war klar und die Analogie war einfach zu demonstrieren.

Hierin liegt der Unterschied zwischen der Handhabung der Heiligen Schrift durch unsren Herrn und deren seiner Apostel (besonders das Gesetz), und die Methode der Schriftgelehrten, Pharisäer, und in unserem Abschnitt, die Judenmacher. Der Gesetzbefolger kommt zum Gesetz auf Grund der buchstäblichen Bedeutung. Er wünscht, dass das Gesetz jedes Detail im Leben ausführlich vorschreibt. In der Bergpredigt strebte unser Herr auf das zugrundeliegende Prinzip dieses Abschnitts und seine breitere Anwendung hinzuweisen. Zu viele Christen versuchen heute die Heilige Schrift anzuwenden, gerade wie die Gesetzbefolger damals. Sie wünschen, dass Gott direkt mit ihnen durch sein Wort spricht. Sie streben, nicht Prinzipen zu lernen, sondern nur Einzelheiten. So schliessen sie ihre Augen, wenden sich an einen Text und erwarten direkte Anweisung. J. I. Packer gibt uns eine Illustration solchen Strebens:

Vor einem halben Jahrhundert, ein theologischer Student, der später ein enger und geschätzter Freund wurde, hatte sich verpflichtet, seine Pfarrei in einer Kirche im Norden von England zu gründen, als er zur gleichen Zeit eine sehr attraktive Einladung erhielt, sich anstatt mit einer Schule in Südwales zu verbinden. Er fühlte sich unfähig von seiner Verpflichtung zurückzutreten, aber eines Tages las er in Isaia 43, 6 (Kjv) die Worte, „Ich sage zum Norden, gebe auf“, und er beschloss, dass Gott zu ihm sprach und ihn durch Fügung von seinem Versprechen erlöst hatte und er könnte jetzt die zweite Einladung annehmen. Es geschah aber nicht so, und schliesslich ging er nördlich und wunderte sich was falsch gelaufen war. Dann las er Isaia 43, 6 wieder neu und entdeckte die Fortsetzung, ..., und zum Süden, bleibe nicht zurück! An diesem Punkt dämmerte es ihm, dass er den Text gemäss seiner persönlichen Überlegungen gedeutet hatte.86

Dieses Beispiel und unzählige andere, die genauso dumm sind, sollten uns daran erinnern, dass wir Gott nicht um spezifische Aussagen seines Willens bitten sollten, wenn er uns mit einer Analogie zum Verständnis davon versehen hat.

Als Schlussfolgerung, möchte Ich euch mit einigen Prinzipen dieses Abschnitts versorgen, die unsere Leben leiten und regeln sollen:

(1) Hermeneutik, die Wissenschaft der Deutung der Heiligen Schrift, spielt eine entscheidende Rolle in unseren christlichen Leben, individuell und korporativ. Schlechte Methoden ergeben schlechte Botschaften. Viele der Fehler der Judenmacher können zu unsachgemässer Methode der Behandlung des alten Testaments zurückverfolgt werden. Demgegenüber ist die Botschaft des Apostels das Ergebnis seiner Deutungsmethode. Es gibt ausserdem andere Faktoren, aber Vergeistigung der Heiligen Schrift erlaubt uns unsere eigene verdrehte Denkweise zum inspirierten Wort Gottes hinzuzufügen. Da die Judenmacher und Kults die Inspiration und Autorität der Heiligen Schrift behaupten, macht es ihre häretischen Deutungen noch gefährlicher, denn sie behaupten, dass ihre Lehren vom Wort Gottes stammen. Packer sagt es recht, wenn er schreibt,

Die Heilige Schrift kann nur über uns herrschen soweit sie verstanden wird und ist nur verstanden soweit sie richtig gedeutet wird. Eine missdeutete Bibel ist eine missverstandene Bibel, die uns vom Weg Gottes hinweg führt, anstatt zu Ihm. Deutung muss korrekt sein, wenn biblische Autorität in unseren Leben und in unseren Kirchen echt sein soll.87

Die schnellste Weise einen Kult zu erkennen ist, dessen hermeneutische Methodologie nachzuforschen. Die einzige Weise Unwahrheiten vom Wort Gottes zu behaupten, ist, es zu verdrehen, durch Anwendung schlechter Hermeneutik. Die neuesten Irrtümer die in unsere Kirchen eingetreten sind, sind das Resultat unentschuldbarer nachlässiger Behandlung des Wortes Gottes. Jeder Christe sollte gesunde biblische Hermeneutik erlernen, für seine eigene Studie und für die Entblössung von Fehler in anderen. Es gibt keine besseren Lehrer der Hermeneutik denn unseren Herrn (z.B. die Bergpredigt) und seine Apostel. Lasst uns von Paulus eine Methode sowie eine Botschaft erlernen.

(2) predigen spielt eine wesentliche Rolle in der Kirche, da es beides mitteilt, eine Botschaft und eine Methode. Wenn Ich predige ist es mein aufrichtiger Wunsch die Botschaft eines gewissen Textes oder einer Textgruppe mitzuteilen. Es ist auch meine Absicht eine Deutungsmethode und Anwendung der Heiligen Schrift mitzuteilen. Ich glaube ehrlich dass die Methode genauso wichtig ist wie die Botschaft, denn, wenn ihr die Methode erlernt seit ihr in der Lage sie anzuwenden um viel mehr Einblick vom Wort Gottes zu erreichen.

Ich bin bestürzt über das nachlässige oberflächliche predigen dass heute im Namen biblischer Exposition stattfindet. In einigen Fällen kommt es davon, da Prediger nicht genügend zum Lehren und Predigen ausgebildet sind. In anderen ist es, da der Prediger einfach zu faul ist sich die Mühe zu machen die zur Exposition notwendig ist. In all zu vielen Fällen ist es, da Kirchen den Prediger überlasten und er dadurch zu wenig Zeit und Energie übrig hat sich für das predigen vorzubereiten. Anstelle von 15 - 20 Stunden Vorbereitungszeit, kratzen die meisten zwei oder drei Stunden zusammen. In einer kürzlichen Forschung kam Predigtvorbereitung als zehntes in einer Liste von Prioritäten an, von Pfarrern die geantwortet haben. Jede Sonntagspredigt klingt merkwürdigerweise wie die von vorherigen Wochen, nur mit einem anderen Text und Titel. Da die Ideen die vorgestellt werden orthodox sind und von irgendeinem Text stammen (normalerweise nicht einer der erläutert wird), werden flache Predigten toleriert, da sie orthodox sind und ernsthaftig und mit feurigem Eifer geliefert werden.

Vernünftige Exposition ist heute dringend benötigt, damit die Botschaft Gottes und Seine Deutungsmethode und Anwendung des Wortes von der Kanzel nachgeahmt werden kann. Wir müssen darauf bestehen und uns nicht mit weniger abfinden, ob wir hinter der Kanzel stehen oder auf der Kirchenbank sitzen. In viel zu vielen Fällen besteht kein Unterschied zwischen der Methodologie des fundamentalistischen Predigers und des Kultisten.88 Der einzige Unterschied ist, während der Fundamentalist den Text missbraucht und mit einer orthodoxen Botschaft aufkommt, der Liberale, oder Kultist missbraucht den Text um Häresien zu Lehren. Wenn wir als evangelische die Menschen vorbereiten zu erwarten und sogar als „tief“ vergeistigte Deutung loben, sollten wir uns nicht wundern warum Leute in unseren Kirchen sich umdrehen und falschen Lehrern folgen, die die gleichen Methoden anwenden.

(3) Hermeneutische Vergeistigung (allegorische) ist entweder das Resultat oder die Ursache der Versagung, Unterschiede der Fügung zu erkennen. Ich bin nicht total mit allem einverstanden, dass im Namen der Fügungslehre ausgeübt wird, noch bin ich gegen alles, dass in entgegengesetzter Richtung gelehrt wird, (z.B. Amillenialismus.) Ich würde jedoch zu eurer Erwägung vorschlagen, dass eine eindeutige Verflechtung in der Methode (Hermeneutik) und der Botschaft der Judenmacher bestand. Diejenigen, die das Gesetz nicht als minderwertig zur Gnade ansehen (wie es Paulus in Galater gelehrt hat), werden unvermeidlich streben, die alten Testament Heiligen Schriften (z.B. zeitgenössische Beachtung der Mosaischen Gesetze) direkt auf sich zu beziehen, oder das Gesetz vergeistigen um es relevant zu machen. Erkenntnis des Unterschiedes zwischen dem Abrahamischen und dem Mosaischen Bündnis zu erkennen ist die Basis für die Hermeneutik von Paulus, das alte Testament buchstäblich zu deuten und es dann durch Analogie anzuwenden.

Der Irrtum des evangelischen Christentums, alle Heilige Schrift direkt anzuwenden, ist leicht zu demonstrieren, weder Fügungsorientiert oder nicht. Wir versuchen, Sprichwörter zu Versprechungen umzuwandeln. Wir glauben, dass unsere Gaben materiellen Segen garantieren (CF. Spr. 3, 9-10.) Wir versprechen göttlichen Eltern, dass sie göttliche Kinder erhalten (Spr. 2 2, 6.) Wir beziehen die Flüche und die Segen von Deuteronomium direkt auf heutige Christen. Wir quotieren 2 Chroniken 7:14, als ob es eine Versprechung Gottes für Amerika wäre. Wir suchen in der Prophezeiung nach Amerika. All dies ist ein Versuch, die Heilige Schrift direkt anzuwenden, im Gegensatz zur Anwendung durch Analogie.

(4) Gottes Methode, die Heilige Schrift zu deuten und anzuwenden, erfordert beides, Studie und Überlegung. Ich bezweifele, dass irgendjemand die Studie der Heiligen Schrift als unnötig ablehnen würde, aber in einigen Kreisen besteht der kürzlicher Irrtum, Analyse zu verdammen. Es wird auf folgende Weise vorgestellt: analysiere es nicht, übe es aus“! Die Folgerung ist, nicht nur braucht Wahrheit keine Analyse, sondern stellt sich sogar dagegen. Ich muss euch daran erinnern, dass Paulus das Wort reiflich überlegen (Röm. 4,19), und der Verfasser von Hebräer erwägen benützten (Heb.11,19), hinsichtlich des Glaubens und der Gehorsamkeit von Abraham. In beiden Fällen handelte Abraham, nach reiflicher Überlegung. Beides, das Wort und die Taten Gottes empfehlen, zuerst Überlegung und dann Handlung. Der Grund warum wir das Wort Gottes nicht begreifen können wie wir sollen, ist, dass wir die Kosten sorgfältiger Studie nicht tragen wollen (weder Prediger noch Gemeinschaft.)

Studiert, damit ihr von Gott genehmigt werdet, als Arbeiter die sich nicht schämen müssen, die das Wort der Wahrheit vernünftig behandeln. Aber vermeidet weltliches leeres Geschnatter, denn das führt zu weiterer Ungöttlichkeit (2 Tim. 2, 15-16.)

Möge Gott uns die Entschlossenheit gewähren, nach biblischen Methoden sowie biblischen Botschaften zu streben und möge Er uns die Gnade gewähren, diese gemäss Seines Willens anzuwenden.


74 J. I. Packer, Beyond the Battle for the Bible (Jenseits der Schlacht für die Biebe) (Westchester, Illinois: Cornerstone Books, 1980), S. 20-21.I.

75 Burton, in seinem klassischen Kommentar von Galater, widmet mehrere Seiten zur Erforschung möglicher Übersetzungen dieses Ausdrucks. Für die, die sich an den technischen Möglichkeiten interessieren, empfehle ich, seine Arbeit ernsthaft zu beraten. Earnest De Witt Burton, A Critical and Exegetical Commentary on the Epistle to the Galatians (Edinburgh: T. & T. Clark, 1971 (ein kritischer und exegetischer Kommentar zurEpistel zu den Galatern [ Neuauflage ]), S. 253-257.

76 Ridderbos gibt eine ausgezeichnete Erklärung der Anwendung des Textes von Isaiah zur Allegorie von Galater 4. Herman N. Ridderbos, The Epistle of Paul to the Churches of Galatia ( die Epistel von Pauusl zu den Kirchen von Galatia) (Grand Rapids: Wm. B. Eerdmans Publishing Co., 1953), S. 179.

77 Bernard Ramm, Protestant Biblical Interpretation (Protestantische Biblische Deutung) (Boston: W. A. Wilde Company, 1966), S. 28.

78 Emanuel Swedenborg, Heaven and Its Wonders and Hell (Himmel und seine Wunder und Hölle) New York: The Swedenborg Stiftung, 1956), S. 1-2, Nr. 1 (1758), wie zitiert von James W. Sire, in, Scripture Twisting: 20 Ways the Cults Misread the Bible. (Heilige Schrift-Verdrehung: 20 Weisen auf welche Kults die Bibel falsch deuten) (Downers Grove: Inter-Varsity Press, 1980), S. 111-112. Ich kann Sires’ Buch höchst empfehlen. Nicht nur hilft es uns die Hermeneutik der Kultanbeter zu verstehen, aber es weist uns auch an, bessere (Studenten) Leser des Wortes Gottes zu sein.

79 Ramm, S. 25.

80 Ibid., S. 25-26.

81 Ramm, P. 26, F. W. Farrar, History of Interpretation (Geschichte der Deutung) S. 34.

82 Burton, S. 256.

83 Das Genie der Parabeln unseres Herrn ist, dass sie zwei Zwecke erzielten. Für die, die unseren Herrn und seine Lehren prinzipiell akzeptiert hatten, halfen die Parabel, seinen Unterricht und Ministerium in den Einzelheiten zu erklären. Die Parabel waren, wie ich vorher erwähnt habe, ein Lehrmittel das entworfen wurde um Wahrheit zu übermitteln. Andererseits wurden sie auch entworfen um die Wahrheit von denen undeutlich zu machen, die Jesus als den Messia ablehnten (CF. Mark. 3,20-30; 4,10-13). Die Schriftgelehrten und Pharisäer suchten nach direkten Aussagen, die sie mit dem Beweis versehen würden, der benötigt war um ihn zum Tod zu verurteilen. Analogien waren nicht direkt genügend, und folglich waren die Parabel zu einem gewissen Grad ausweichend (zumindest soweit es die Schriftgelehrten und Pharisäer betraf). So sprachen die Parabel die Wahrheit für einige, und verbargen sie von anderen.

84 Selbst wenn der Fall nicht (wie in den Parabeln) historisch ist, ist die Wirksamkeit der Allegorie von der Genauigkeit abhängig, mit der die Details der Allegorie den Umständen entsprechen mit denen sie verglichen werden. Die einzige gute Allegorie, oder das Parabel, ist eines, das der Wahrheit betrifft die gelehrt ist, und die Umstände unter denen sie angewendet sind.

85 Wir sollten bemerken, dass der Verfasser zu den Hebräern beabsichtigte die Analogie dieser Ereignisse auf seine Leser zu beziehen. In Vers 19 schrieb er, ..., von, welchem er Ihn auch zurück empfing als ein Typ. Ich glaube der Verfasser sagt, dass nicht nur Abraham durch Analogie sehen sollte, dass Gott fähig war die Toten zu erheben, aber dass auch wir die Anwendung für uns sehen sollten. Erstens war die Erhebung von Isaak ein Prototyp der Erhebung unseres Herrn von den Toten. Zweitens, durch Analogie ist dies auch eine Versicherung unserer Auferstehung von den Toten. Der Verfasser wünschte folglich, dass wir verstehen würden wie Abraham die Analogie der Vergangenheit verstanden hatte, und dass wir dadurch die Analogie in unseren Leben auch sehen würden. Das Ganze von Hebräer 11 drängt uns, die Analogie des Glaubens der Männer und der Frauen in der Vergangenheit zu unseren eigenen Kämpfen und Versuchungen zu sehen.

86 Packer, S. 22

87 Ibid., S. 19-20.

88 Ich möchte weiterhin betonen, dass Christen nachlässig sind, nicht nur wenn sie die Bibel deuten, aber auch nicht-biblisches Material, um es der Bibel anzupassen. Wie kommt es, dass wir uns gezwungen fühlen, Filme sowie Krieg der Sterne und E. T., allegorisch zu deuten, damit es irgendwie ausschaut Christus zu predigen? Dies ist einfach eine Bemühung, Fehler und Wahrheit zu vereinabaren.

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