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Das Evangelium Unter Belagerung: Christentum konfrontiert einen Kult (Apostelgeschichte 15:1-31)

Einleitung

Es ist eine alarmierende Tatsache, dass die Kulte des heutigen Tages im Grunde des orthodoxen, evangelisch Christentums erstehen. Harold Bussell, in seinem ausgezeichneten Buch, Unholy Devotion: Why Cults Lure Christians, (Unheilige Andacht: Warum Kults Christen verlocken), ist zu dieser störenden Feststellung gekommen:

Eine nähere Prüfung populärer westlicher Kulte deckt auf, dass viele ihren Ursprung in evangelischen Kirchen hatten, und mit Führern anfingen, durch behauptetes Christentum, Männer und Frauen von soliden Kirchenhintergründen.... Sun Myung Moon, Gründer der „Vereinheitlichungskirche” (Unification Church), wurde in einem Presbyterien Heim erzogen. Jim Jones, Gründer des „Volks-Tempels” (People’s Temple), diente in einer Kirche, „Nazarener”; Später führte er eine interkonfessionelle Kirche und die Jünger der Christen (Deciples of Christ.) Moses David (David Berg), Gründer der „Kinder Gottes” (Children of God), ist der Sohn von evangelischen Eltern, diente als Minister in einer Christlichen Missionsbündniskirche, und war eine Zeitlang an einer christlichen Fernsehmission beteiligt. Victor Paulus Wierwille, Gründer „Die Weise” (The Way), kam aus der reformierten Kirche, in der er als Pfarrer einer Anzahl von aktiven Ansammlungen diente; Während den vierziger Jahren diente er als Zusatzprofessor des Neuen Testamentes an einer führenden evangelisch Hochschule..., Mary Baker Eddy, Gründer der „Christlichen Wissenschaftler” (Christian Scientists ) und Charles Taze Russell, Gründer der „Zeugen Jehovas” (Jehovah’s Witnesses), waren beide in ausgesprochen christlichen Heimen und Kirchen erzogen.1

Die „Mormonen Kirche” (Mormon Church) hat die Stadt von Dallas als eins ihrer Vorstoßziele gewählt, von dort Bekehrte zu gewinnen und einen Tempel zu errichten. Hier in der „Tiefe des Bibelherzens” hat dieser Kult beschlossen, einen massiven Vorstoß zu bilden. Mir wurde erklärt, dass die südliche Baptist-Bezeichnung (Southern Baptist) die größte Quelle der Bekehrten zu diesem Kult ist. Wie kann dies möglich sein? Bussells bestürzende Feststellung ist, dass, während in den Angelegenheiten der Lehre, die Kirche unseres Herrn Jesus Christus, gegenüber den Kulten entschieden unterschiedlich ist, in der Praxis ist sie häufig ähnlich. So scheint der Übergang von der echten Kirche zu einem Kult nicht so groß zu sein wie unsere Lehre andeuten würde.

Der Zweck dieser Serienbotschaften im Buch der Galater, soll ziemlich ehrlich, zur fehlerhaften Lehre der Rettung und des geistigen Lebens Stellung nehmen und den Falschheiten widersprechen, welche in diese Stadt eingeführt wurden. Da ich diese falschen Lehren nachforschte und sie mit der Lehre der Heiligen Schrift verglichen habe, bin ich zur Feststellung gekommen, dass sie im wesentlichen kultisch ist. Ich nenne keinen bestimmten Kult, denn der muss im Gegensatz zu den Lehren des Wortes Gottes erkannt werden. Keinesfalls will ich die Lehren dieser Kulte Punkt für Punkt anfechten, denn dies würde nur dienen die Unwahrheiten zu verbreiten, und die Kulte ermöglichen, anstelle der Bibel, uns mit der Tagesordnung für die Studie zu versehen. Anstatt werde ich dem Streitpunkt der sich mit solchen Falschheiten beschäftigt mit einem Buch der Bibel entgegnen.

Die Lehren von Rettung und Heiligtum sind unvergleichbar in ihrer Bedeutung. Dennoch ist die falsche Darstellung solcher Lehren die Quelle von unzähligen Irrtümern. Die Falschheiten solcher Lehren, die zum christlichen Glauben so entscheidend sind, hat nicht nur unzählige Kults gelaicht, aber die christliche Wanderung in allen ihrer Facetten beeinflusst. Das Buch von Galater widerspricht solchen Lehren, indem es uns in den Wesensmerkmalen der echten Geistigkeit berät. Der Zweck ist nicht, verschiedenen Punkten der Falschheiten zu widersprechen, sondern uns entlang dem echten Wege des christlichen Lebens zu führen. Nähern wir uns dieser Studie mit geöffneten Herzen und Verstand. Lasst uns streben, den Verstand des Geistes zu verstehen, wie Er durch den Jünger Paulus übermittelt wurde. Schließlich lasst uns streben und anwenden, was wir lernen, für die Herrlichkeit Gottes und für unseren Wohlstand.

Der Beitrag von Apostelgeschichte 15 zur Studie von Galater

Es ist wertvoll, ein Verhältnis zwischen dem Buch von Galater und dem 15. Kapitel des Buches der Apostelgeschichte zu überprüfen. Ich habe den Bericht von Lukas, über seine Beobachtung des Jerusalemrates, als die Einleitung zu unserer Studie aus mehreren Gründen gewählt. Zuerst versorgt uns dieses Kapitel mit dem Ursprung der Streitfragen, mit denen sich Paulus in Galater beschäftigt. Es gibt uns einen historischen Kontext, durch den wir die Streitfragen und ihre Implikationen besser verstehen können. Zweitens, Apostelgeschichte 15 ermöglicht uns die offenbaren Angaben mit mehr Klarheit zu sehen, als solche die durch einen Kult vorgeschlagen sind. Mit dieser Perspektive finden wir in diesem Kapitel viele Eigenschaften der Kulte, um uns besser vorzubereiten, sie zu kennzeichnen und uns von ihnen zu entfernen. Drittens, lernen wir vom Jerusalemrat, wie man mit einem Kult umgeht. Lasst uns forschen, und erkennen, wie dieser Kampf und seine Lösung sich praktisch auf den Christen bezieht der heute lebt. In diesem Bericht finden wir einen Angriff auf das Evangelium selbst, einen Angriff der die frühere Kirche verwüstet haben könnte, und der leider während der Jahrhunderte in vielen Kirchen Verwüstung verursacht hat.

Die Kontroverse, seine Wurzeln und seine Früchte (15:1-3)

Die Kirche war schon weit entwickelt, wenn sich der Jerusalemrat versammelte. Unbekehrbares Judentum hatte kräftig der Proklamation des Evangeliums zu den Heiden widerstanden. Soweit, dass Paulus beinahe darüber getötet wurde, für seine Erklärung zu seinen Landsmännern, dass Gott ihm befohlen hatte (Apostelgeschichte 22:21-22) das Evangelium zu den Heiden zu predigen. Eine solche Reaktion würde keine Überraschung sein, zu jenen die Jesus Christus und die Proklamation des Evangeliums ablehnen. Jedoch kämpfte die Kirche selbst mit dem Predigen des Evangeliums zu den Heiden.

Die Christen verweilten in Jerusalem, bis eine harte Verfolgung sie zerstreute (Apostelgeschichte 8:1-4.) Philippus ging bis zu Samaria (8:5.) Ein Engel befahl Philippus, Samaria zu verlassen, um einen äthiopischen Eunuchen zu Christus (8:26-39) zu führen. Der Zweck der drastischen Bekehrung von Paulus, war, Christus zum Heidentum zu Proklamieren (9:15.) Peter wurde durch ein Traumbild und einen direkten Befehl gezwungen, zu Cornelius und zu einem Haus voll von Heiden (Apostelgeschichte 10) zu predigen. Wegen seinem predigen zu den Heiden wurde Peter durch die Jerusalemkirche (11:1-3) konfrontiert. Als er seine Erfahrung mitteilte, konnte niemand bestreiten, dass Gott beschlossen hatte die Heiden (11:18) zu retten. Dennoch predigte die Kirche immer noch nicht zum Heidentum (11:19.) Nur eine Handvoll Christen von Zypern wagten sich zu den Heiden zu predigen, und das ergab die erste nicht jüdische Kirche in Antiochia (11: 20-26.)

Es war von dieser nicht jüdischen Kirche in Antiochia, das Silas und Paulus als die ersten Missionare (13:1-3) zu den Heiden geschickt wurden. Viele Heiden wurden zum Glauben an Christus bekehrt, und eine Anzahl von überwiegend nicht jüdischen Kirchen wurde gegründet. Die jüdische Kirche, die einstmalig die geistige Szene beherrschte, wurde schnell zur Minderheit. Antiochia, eine große nicht jüdische Versammlung (Cf. Apost. 11:19-22), wurde die Abschussrampe für Missionarsausreichung. Die Handschrift auf der Wand war bereits sichtbar, die Gestaltung und Beherrschung der Kirche wechselte sich, von den Juden zu den nicht Juden

Jüdische Gläubige, einschließlich Paulus (Cf. Apost. 18:18; 20:16; 1 Kor. 16:8), übten noch viel des alten Testamentgesetzes aus, nicht als ein wesentlicher Teil des Christentums aber als ein Teil ihrer jüdischen Kultur. (Cf. Apost. 21:17-26.) Wenn Barnabas und Paulus das Evangelium predigten drängten sie die Heiden nicht, ihre jüdischen Brüder nachzuahmen, indem sie beharrten, dass sie das Gesetz einhalten. Dieses war eine Angelegenheit für jüdische Christen und die Grundlage für spätere Vorwürfe, dass Paulus so weit ging, um jüdische Christen vom Einhalten des Gesetzes, als jüdische Gläubige (Apostelgeschichte 21:21) zu entmutigen.

Diese Angelegenheit kam zu einem Höhepunkt in Antiochia, nach der Ankunft einer Gruppe jüdischer Christen, die anfingen die heidischen Brüder zu lehren, dass sie beschnitten sein und das Gesetz einhalten müssten um gerettet zu werden (Apostelgeschichte 15:1.) Paulus und Barnabas setzten sich kräftig diesen Lehren entgegen, welche große Meinungsverschiedenheiten und Debatten ergaben (v. 2.)

Der Grund der Meinungsverschiedenheit zwischen Paulus und Barnabas und den Judenmachern in Antiochia war ein Unterschied über die genaue Bedeutung des Evangeliums. Paulus und Barnabas predigten, dass Glaube in das vergossene Blut von Christus alleine genügend zur Rettung war. Die Judenmacher protestierten hartnäckig das dies nicht genügte. Sie beharrten das die Heiden nur gerettet werden können, indem sie sich zusätzlich zur Bekenntnis von Christus auch zum Judentum bekehren müssten. Die Konsequenzen dieser Falschheit brachte Spaltungen und Meinungsverschiedenheiten in die Kirche. Diese Meinungsverschiedenheit und Debatte hatten jeden Christen gezwungen sich auf eine Seite zu stellen, und mit Recht so, denn eine Lehre ist Wahrheit und die andere ist eine Unwahrheit; eine führt zum Leben und die andere zum Tod.

Das Problem, welches die Judenmacher verursachten, wurde aus zwei Gründen ernst genommen: sie verdrehten das Evangelium und spalteten die Kirche (vv. 1-2.) Die Entscheidung die von der Antiochia2 Kirche getroffen wurde zeigte Demut und Klugheit. Demut wurde durch die Tatsache bewiesen, dass diese wachsende nicht jüdische Versammlung danach strebte, das die jüdischen Führer der Jerusalemkirche, in dieser Angelegenheit die zum hohem Grade mit rassischen Obertönen geladen war, eine Entscheidung traf. Klugheit herrschte auch vor, denn, sobald die Jerusalemkirche entschieden hatte, wurde dieser Streitpunkt zur Ruhe gelegt. Zusätzlich der Aufbau der Gruppe, die anwesend war, vertrat alle Parteien, damit die Kontroverse völlig besprochen wurde und die Entscheidung auf alle Beteiligten bindend war.

Die Delegation machte ihren Weg auf Richtung Jerusalem. Entlang des Weges hielten diese Heiligen an, um andere Gläubige zu besuchen und ihnen mitzuteilen, die Art und Weise in welcher Gott die Heiden gerettet hatte. Dies brachte allen Brüdern große Freude (v. 3.) Ich glaube persönlich, dass uns dieser Vers einen bedeutenden Hinweiß gibt. Apostelgeschichte 11:10 schlägt vor, dass die „Brüder” von Phönizien (ob nicht von Samaria) jüdische Christen waren. Die jüdischen Gläubigen erfreuten sich an der Rettung der Heiden. Die Frage war nicht mehr, zu wem sollte das Evangelium gepredigt werden (Cf. Apost. 10 und 11;) stattdessen konzentrierten sie sich auf den Inhalt des Evangeliums. Seit ihrer Gründung hatte die jüdische Kirche wirklich große Fortschritte gemacht. Anstatt, Heiden vom Evangelium auszuschließen, erfreuten sie sich jetzt an ihrer Rettung. Jetzt fragten die jüdischen Brüder, „was sind die Voraussetzungen zur Rettung der Heiden?”

Die Streitfragen debattiert und entschieden (15:4-29)

Die Formalitäten waren kaum beendet, schon fingen die Feuerwerke an. Die Streitfrage wurde durch eine Gruppe gezwungen, die sich aufstellte und beharrte3, „es ist notwendig sie zu beschneiden und sie zu verweisen, das Gesetz4 von Moses einzuhalten” (v. 5.)

Gerade, wer waren diese Leute, die über das alte Testamentgesetz so unverrückbar waren? In Vers 1 werden sie als solche gekennzeichnet, die unten von Judäa kamen. Vers 5 erleuchtet uns weiter mit dem Hinweiß, dass sie eine Abteilung des „Sektes”5 der Pharisäer waren, die sich zum Glauben bekehrt hatten. Paulus selbst, war ein Mitglied der strengsten Abteilung der Pharisäer, bevor seiner Bekehrung (Apostelgeschichte 26:5),6 aber sein Zeugnis deckte auf, dass die Art der Rechtschaffenheit, die durch Pharisäertum erstand war aber nur „Dung,” im Vergleich zur Rechtschaffenheit von Christus (Cf. Phil. 3:1-13, vv. 5, 7-9.) In der Apostelgeschichte forderte Lukas, das wir die Mitglieder dieser „Abteilung” als echte Gläubige ansehen sollten, obgleich dieses zweifellos nicht für alle Pharisäer zutreffend war. In Galater, Paulus benützt eine strengere Bezeichnung, und nennt diese Lehre „ein anderes Evangelium” (Gal. 1:6), und spricht einen Fluch auf jene aus, die sie predigten (Gal. 1:8-9.) Von der Apostelgeschichte 15:24 erfahren wir, dass, während diese falschen Lehrer in der Tat Mitglieder der Jerusalemkirche waren, sie nicht die Sanktion der Apostel hatten. Was sie predigten, als apostolisch, waren nur die Lehren von Menschen.

Historisch wurde die Pharisäische Partei nach dem Exil und während der Zwischen-testatmental Periode gegründet, um das Judentum während wachsender politischer und sozialer Herrschaft des Heidentums zu bewahren. Zur Zeit der Ankunft unseres Herrn waren diese Lehren schon legalistisch geworden. Sie sahen Gesetzbeachtung als das Mittel der Rettung des Menschen und als die Grundlage für die Erscheinung des Messias. Jesus wurde häufig von diesen Beteiligten konfrontiert, und seine Antwort war eine vernichtende Zurechtweisung für ihre Heuchelei (Cf. Matthew 19:3-12; 22:15-22, 34-46; 23:1-39; John 8:3-11.) Es scheint, während eine Anzahl von Pharisäern zum Glauben an Christus kamen, einige von ihnen verweigerten sich, auf die strikte Gesetzeinhaltung dieser Sekte völlig zu verzichten, und bemühten sich das Christentum innerhalb der engen Grenzen des Pharisäertums zu halten.

Die Sache vor dem Rat war klar: Müssen sich Heiden zum Judentum bekehren, zusätzlich zum bekehren zu Christus? Die tiefere und wesentliche Frage war: Werden Menschen durch Glauben alleine oder durch Glauben und das beachten des alten Testamentgesetzes gerettet? Eine formale Verhandlung wurde zusammengerufen und die Angelegenheit wurde gründlich debattiert, bevor eine Entscheidung getroffen wurde.

Beachtet, dass, was Lukas berichtet, nur ein Umriss des Gesamtverfahrens ist. Viel mehr wurde besprochen das jedoch nicht Heilige Schrift bekam. Warum gibt Lukas uns nicht eine Punkt für Punkt Beschreibung der Debatte? Ich würde vorschlagen, dass in dieser Debatte, wie in meisten, wird sehr viel unwichtiges geredet das nicht Einschluss in das Wort Gottes verdient. Ich denke, dass es beträchtliche Klugheit ist, uns nur mit dem „Endergebnis” der Lehren der Pharisäer zu befassen. Warum sollte man falschen Lehren mehr Aufmerksamkeit geben wie notwendig? Die Argumente von Peter, von Barnabas, von Paulus und von Jakobus sind mehr als genügend, zu zeigen, dass Gnade und Gesetz inkompatibel sind.

Nach vieler Debatte, Peter stand auf (v. 7.) Sein Zeugnis war besonders passend, wegen Geschehnissen die bereits in Kapiteln 10 und 11 beschrieben wurden. Es war die Deutung Pharisäisch-jüdischer Nahrungsmittelgesetze, die Peter verbot am Tisch von einem Heiden zu sitzen. Das Traumbild, das Gott gab zu Peter in Kapitel 10, sollte solche Beschränkungen entfernen. So könnte sich das Evangelium unter den Heiden verbreiten, und Juden und Heiden konnten sich vereinigen in der Kirche und im Geiste der Wahrheit.

Es verursachte eine beträchtliche Reaktion unter den Führern der Jerusalemkirche, über die nicht autorisierte Tätigkeit Peters, betreffend seiner Mission zu Cornelius und den Heiden, die sich versammelten um das Evangelium (Apostelgeschichte 11:1-3) zu hören. Nur nachdem Peter die Gabe Gottes und die Führung des Heiligen Geistes erklärte, gelangten die Kirchenführer zur Entscheidung dass Gott beschlossen hatte, die Heiden (Apostelgeschichte 11:17-18) zu retten. Peters Argument basierte sich auf die vorhergehenden Folgerungen dieser Führer. Was in Apostelgeschichte 11 zutreffend war, war der Präzedenzfall für die Entscheidung des Jerusalemrates in Kapitel 15. Gott hatte vorausahnend Peter befohlen, zu den Heiden zu predigen und solche legalistische Angelegenheiten, wie Nahrungsmittelgesetze, zur Seite zu stellen. Da Gott keine Vorliebe zwischen Juden und Heiden gezeigt hatte, indem er beiden seinen Geist in der gleichen Weise gab (Apostelgeschichte 11:15-17; 15:8), wie konnte die Kirche irgendeinen Unterschied sehen? Hätten die Pharisäer die Streitfrage gewonnen, könnte dann die Kirche abweichen von was ihnen Gott bereits gelehrt hatte, d.h., dass er die Heiden angenommen und gerettet hatte als Heiden (und nicht als jüdische Bekehrungseifrige.)

Peters erstes Argument basierte sich auf die Lektion die er und die Kirche gelernt hatten, betreffend Cornelius und die Personen die sich in seinem Haus versammelt hatten. Sein zweites Argument ging sogar noch weiter und beschäftigte sich mit der drängenden Grundfrage der Rettung, weder für Juden oder Heiden. Schließlich wendete er sich an die Lektion, die von der Geschichte Israels und den Lehren unseres Herrn erlernt sein sollten. Heiden brauchen nicht jüdisch zu werden um gerettet zu werden, da Judentum nie jemand gerettet hatte. In seinem ersten Argument stellte Peter fest, dass einmal gerettet, Gott nicht zwischen jüdischen Christen und heidischen Christen unterscheidet. Peter setzte die Debatte fort, indem er zeigte, das Judentum in der Rettung keine Rolle spielt.

Peter nahm mit Recht wahr, das die Judenmacher lehrten, das Rettung nicht eine Angelegenheit von Gnade aber von den Taten war. Diese falschen Lehrer beharrten, das die Heiden nur gerettet werden könnten indem sie beschnitten wurden, entsprechend dem Brauch von Moses (Apostelgeschichte 15:1.) Das Evangelium wurde neu definiert, gerade wie es Paulus kräftig in Galater (1:6-10) beschrieben hatte. Beharren, das Bekehrungseifrige Heiden sich aufs Judentum umwandeln, würde die Rettung alleine auf Juden begrenzen. Dieses deutete weiterhin an, das Juden durch das beachten des Gesetzes gerettet werden. Jedoch die Heiden waren nur durch den Glauben (Apostelgeschichte 15:9) gerettet. Tatsächlich wurden die Juden nie durch das Gesetz gerettet; es war ein untragbares Joch, das nur verurteilte: „jetzt folglich, warum prüft ihr Gott, indem ihr ein Joch auf den Nacken der Apostel setzt, das weder unsere Väter, noch wir, fähig sind zu tragen?” (Apostelgeschichte 15:10.) Peter folgte kräftig nach: „aber wir glauben, dass wir durch die Gnade des Herrn Jesus gerettet sind, in der gleichen Weise, genauso wie sie auch sind” (Apostelgeschichte 15:11.)

Die zutreffende zugrundeliegende Frage ist: Wie werden Menschen gerettet? Werden Juden und Heiden gleichfalls, durch die Gnade Gottes (v. 11), durch Glauben alleine gerettet, (v. 9) und nicht durch Gesetzbeachtung (v. 10.) Das Gesetz kann nur verurteilen; es kann nicht retten (Gal. 3:1-14.) Es ist ein Joch der Knechtschaft, nicht der Freiheit (Gal. 5:1.)

Die Fehler, die durch die Judenmacher gelehrt wurden, waren nicht nur beträchtlich, aber auch sündhaft. Es war, in Peters Worten, „Gott zur Prüfung zu stellen” (Apostelgeschichte 15:10.) Wie wird Gott zur Prüfung gestellt, durch unser Erfordernis, das andere unter dem Gesetz leben? Der Ausdruck, „Gott zur Prüfung zu stellen,” wird mehrmals in der Heiligen Schrift gefunden. Da wir diese Fälle betrachten, erlernen wir den Ursprung dieser Sünde, und die Weise, durch die sie in der Lehre der Judenmacher verkündet wurde.

Der erste Instanz dieses Ausdruckes, „Gott zur Prüfung zu stellen,” wird in Exodus 17 gefunden:

Folglich, stritten die Leute mit Moses und sagten, „gib uns Wasser, das wir trinken können.” Und Moses sagte zu ihnen, „warum streitet Ihr mit mir? Warum prüft Ihr den Herrn?” Und er nannte den Platz Massa und Meriba wegen der Streitigkeit der Söhne von Israel, und weil sie den Herrn prüften, sagend, „ist der Herr unter uns oder nicht?” (Exod. 17:2, 7.)

Nur eine kurze Zeit zuvor, hatte Gott seine Stärke und Vollmacht verkündet, indem Er Ägypten mit der Pest befallen lies, und indem Er Sein Volk aus Ägypten herausbrachte durch die Spaltung des roten Meeres. Trotzdem stritten sie mit Moses, weil sie zu einem Platz ohne Wasser kamen. Sie prüften Gott, indem sie verlangten, dass er prüfte (sich zeigt), indem er ihnen Wasser gibt. Das heißt, lehnten sie ab zu glauben, dass Gott mit ihnen war, es sei denn er gab ihnen was sie wünschten, und wie sie es wünschten. Sie prüften Gott, indem sie Beweis seiner Anwesenheit durch eine äusserliche sichtbare Tat verlangten, so wie sie es wollten. Gott zur Prüfung zu stellen heißt, verlangen, dass er uns bedient, so wie wir es wünschen. Solcher Unglaube und Prüfung basiert sich auf Wunder Gottes der Vergangenheit, und auf irgendeinem bestehenden schmerzhaften Umstand.

Gott nahm später Bezug auf dieses Ereignis, als er befahl, „Ihr stellt den Herrn euren Gott nicht zur Prüfung, wie ihr es in Massa tat” (Deut. 6:16.) Der Kontext dieses Absatzes ist zu unserem Verständnis dieses Befehls entscheidend. Dieser Befehl wurde gerade vor dem Eintritt Israels in das gelobte Land, und mit dem ganzen verbundenen Wohlstand (Deut. 6:10-12) gegeben. Die unmittelbar vorherstehenden Verse verbot ihnen, der Religion des Landes zu folgen und deren Götzendienst zu üben (vv. 13-15.)

Die falschen Religionen der Kanaaniter und der Einwohner des Landes waren basiert auf ein direktes Verhältnis zwischen dem Gott, den sie anbeteten, und dem Wohlstand des Volkes. Diese Religionen beteten Götter an, die die Natur beherrschten (Fruchtbarkeit, Regen, Wohlstand.) Götzendienst war immer beteiligt, weil die Menschen ein Sichtsymbol ihres Glaubens wünschten. Im Kontext von Deuteronomium, glaube ich, dass Gott sein Volk warnte, von Gehorsam, der nur auf den fühlbaren, sichtbaren Beweis seines Segens begründet ist. Er warnte sein Volk, nicht zu beharren das Er seine Anwesenheit unter ihnen durch die äußerlichen Zeichen seiner Vollmacht prüft. Das Volk Gottes sollte Ihm folgen, weil er Gott ist, nicht weil er Wohlstand bietet. Gehorsamkeit und Vertrauen sollen nicht der Leistung Gottes, entsprechend unserer Erwartungen und Standards bedungen werden. Hiob ist ein Beispiel des Vertrauens welches Gott von seinen Leuten erfordert.

Der Ausdruck, „Gott zur Prüfung stellen,” tritt wieder im Evangelium auf, in der Versuchung unseres Herrn durch Satan. Satan forderte unseren Herrn heraus, sich vom Gipfel des Tempels herunter zu werfen, begründet auf die Versprechung der Rettung in der Heiligen Schrift (Psalm 91:11-12; Matt. 4:5-6.) Unser Herr antwortete, indem er diesen Absatz von Deuteronomium 6 zitierte: „andererseits, es steht geschrieben, ‘versuche nicht den Herrn Ihren Gott’“ (Math. 4:7.)

Sehen Sie die Richtung der Schlussfolgerung Satans? Zuerst fing er mit einer Versprechung vom Schutz Gottes an. Dann drängte er unseren Herrn die Treue Gottes zu prüfen, indem er ihn zwingt, diese Versprechung zu halten. In Wirklichkeit war die Schlussfolgerung Satans: „Gott sollte nur vertraut werden, wenn er sich sichtbar prüft, entsprechend der Weise, welche wir begründet nach seinem Wort bestimmen.”

Als unser Herr mit dem Absatz von Deuteronomium 6 antwortete (begründet nach Exod. 17:2, 7), erinnerte er Satan, was Glaube wirklich ist. Glaube vertraut auf Gott in der Mitte von Missgeschick, begründet auf seine Versprechungen, ohne zu verlangen, dass er entsprechend unseren Präferenzen reagiert. Die Versprechungen Gottes sind treu, aber wir haben kein Recht zu verlangen, dass Gott entsprechend unserer Wünsche reagiert. Satan deutete an, dass es nicht gerecht war, dass unser Herr für vierzig Tage Nahrungslos war; aber es war der Geist Gottes, der ihn zu dieser Prüfung führte (Math. 4:1.) Unser Herr erklärte ihm, dass es nicht notwendig war die Fürsorge seines Vaters zu „prüfen”, um auf ihn zu vertrauen. Wenn Leiden und Selbstverleugnung sein Wille ist (wie das Kreuz sein würde), dann würde er vertrauen, und folgsam sein. Glaube an Gott erfordert nicht den äußerlichen sichtbaren Beweis, und verlangt nicht dass Gott seine Versprechungen entsprechend unseren Präferenzen ausführt.

In der Apostelgeschichte 5:9 sagte Peter zu Sapphira, „warum ist es, dass ihr zusammen damit einverstanden habt, den Geist des Herrn zur Prüfung zu stellen?” Dieses ist ein schwieriger Text zu erklären, aber ich glaube, dass vorhergehende Anwendungen von diesem Ausdruck uns mit dem Schlüssel des Verständnisses bereiten. Ananias und Sapphira hatten ihren Besitz verkauft und hatten die meisten Erträge zu den Aposteln gegeben. Sie hatten einen kleinen Teil für sich selbst zurückbehalten, aber hatten bestätigt, dass, was sie den Apostel gaben, war die gesamte Menge die sie vom Verkauf ihres Besitzes erhielten. Solche Täuschung war Sünde, weil sie zu Gott (Apostelgeschichte 5:4) lügte. In Verse 10 besprach Peter die Sünde, die das Primärmotiv für das zurückhalten eines Teils der Erträge war. Ihr „stellte Gott zur Prüfung.” Warum hielten sie etwas Geld für selbst zurück? Ich glaube, dass die Wörter Peters den Grund liefern. Sie vertrauten nicht in Gott. Sie benötigten fühlbaren Beweis der Anwesenheit Gottes, in diesem Fall, ein wenig Geld in der Bank. Sie waren nicht bereit, Gott auf absolut unsichtbarer Basis für ihre Sicherheit zu vertrauen. Sie wollten den fühlbaren Beweis zum Polstern ihres Glaubens haben, aber dieser ist mit Glauben unvereinbar: „jetzt ist Glaube das Vertrauen für was man hofft, der Beweiß für dass unsichtbare” (Heb. 11:1.)

All dieses beschreibt genau das Problem mit den Lehren der Judenmacher. Sie glaubten, dass sie fühlbaren Beweis der Anwesenheit Gottes unter den Heiden benötigten, um zu glauben, dass er sie gerettet hatte. Der sichtbare Beweis, den sie verlangten, wurde durch das jüdische Gesetz dargestellt, besonders der Teil, der äußerliches betonte, so wie Beschneidung. Durch diesen Beweis konnten sie glauben, dass Gott mit den Heiden anwesend war. Solcher Beweis ist immer zum Gegensatz des Glaubens. Glaube steht auf Grund der Person und das Versprechen Gottes, nicht auf der Basis von äußerlichen Beweisen.

Lass mich streben, die Grundregel des Vertrauens an Gott anzuwenden, anstatt Gott zu prüfen. Wir haben gesagt, dass wir die Treuheit Gottes nie durch die sichtbare, fühlbare Zeichen seiner Anwesenheit prüfen sollten. Wenn wir uns nicht wagen die Treuheit Gottes durch Übernatürliche Tätigkeiten zu prüfen, warum ist es dann dass einige Christen versuchen ihren eigenen Glauben zu prüfen, durch die übernatürliche Hand Gottes in ihrem Leben? Der Wunderheiler erklärt dem sterbenden Patienten, dass, wenn er genügend Glauben hätte, Gott ihn heilen würde. Selbstverständlich kann Gott ihn heilen. Möglicherweise wird Gott ihn heilen. Wenn die Anwesenheit und Vollmacht Gottes nicht geprüft werden soll, indem wir ein Wunder verlangen, warum prüfen einige unseren Glauben, ob oder nicht wir geheilt werden? Es bedarf größeren Glauben, auf die Güte und die Versprechungen Gottes zu vertrauen, wenn er uns nicht erlöst, denn wenn er uns erlöst. Wenn die Treuheit Gottes nicht durch sichtbare Beweise geprüft werden darf, lasst uns auch nicht versuchen, unseren Glauben an Ihn durch sie zu prüfen.

Die Forderung der Judenmacher, das die Heiden äußeren sichtbaren Beweiß ihrer Rettung geben, indem sie das Gesetz einhalten, war aus mehreren Gründen sündhaft. Zuerst erniedrigt es die Person von Christus. Dass, was Christen darstellen, ist nur abhängig von der Persönlichkeit Christus. Unsere Rettung, unsere Sicherheit, unsere Verheiligung, besteht nur „in Ihm” (Cf. Eph. 1, Kol 1, besonders vv. 14-23.) Die Rettung, die Sicherheit und die Verheiligung eines Christen, Juden oder Heiden, auf die Frage zu stellen, stellt auch den Wert unseres Herrn auf die Frage. Zweitens, das Halten des Gesetzes zu verlangen bezweifelt die Vollmacht des auferstandenen Christus, denn es ist nur in seiner Vollmacht, dass wir rechtlich leben können (Cf. RÖM 8, besonders v. 11.) Drittens Festhalten zu einem Code verweigert das Prinzip der Gnade. Es ist nicht das Ergebnis unserer Taten, sondern die Wohltat der Gnade Gottes, das wir gerettet sind (Rom 3:21-31; Eph. 2:8-10; Titus 3:5-7.)

Wenn Peter fertige war mit seiner Sprache war es sehr still. Möglicherweise war kein weiteres Argument notwendig, aber jetzt berichteten Barnabas und Paulus ihr Zeugnis der „Zeichen und Wunder”, die, die Rettung der Heiden begleitete. Dieses war allerdings bedeutend, denn es unterzeichnete und beglaubigte die Wunder und die Taten unseres Herrn und dessen seiner Apostel (2 Kor. 12:12; Heb. 2:3-4.) Die gleichen Zeichen, die, die Geburt der Kirche in Apostelgeschichte 2 auch begleiteten, begleiteten die Bekehrung der Samariter (Apostelgeschichte 8:14-17), des Haushalts von Kornelius (Apostelgeschichte 10:44-46) und die Epheser Apostel von John (Apostelgeschichte 19:1-7.)

Die Bedeutung „der Zeichen und der Wunder”, welche die Bekehrung der Heiden begleiteten, war sofort den Führern der Jerusalemkirche offensichtlich. Solche Hinweiße wurden als das Zeugnis des Heiligen Geistes angesehen, als eine echte Bekehrung und Mitgliederschaft im Körper Christus, auf gleicher Stellung mit den jüdischen Christen. Die übernatürlichen Phänomene der Zungen in Apostelgeschichte waren kein Beweis von persönlicher Geistigkeit, und dass Gott diese neuen Gläubigen akzeptierte. Sie erforderten von der jüdischen Kirche, dass sie sich im Einklang mit dem Zeugnis Gottes benehmen.

Zuletzt sprach Jakobus, möglicherweise der am meisten respektierte Führer der Kirche zu dieser Zeit. Jakobus fügte einen abschließenden Beweis für die Aufnahme der Bekehrten Heiden zum Christentum hinzu (vv. 13-18.) Er wandte sich an die alten Testament Propheten, um zu zeigen, dass Gott lange vorher angezeigt hatte, dass er beabsichtigte, Juden und Heiden gleichfalls zu retten. Was Gott Peter gezeigt hatte, und durch die Ministerien von Barnabas und von Paulus bestätigte, war mit dem „Wort der Propheten” übereinstimmend (v. 15.)

Die Bedeutung des Zitats, das Jakobus angab, war klar. Die Juden waren zur Meinung gekommen, zu erwarten, dass, als das Königreich wieder hergestellt wurde, die Heiden ihnen vor die Füße fallen würden. Ihre Erwartung war, dass Heiden gerettet werden konnten, aber dass sie in Wirklichkeit Bekehrungseifrige werden müssten. Der Prophet Amos, wie er von Jakobus7 zitiert ist, sprach nicht nur von der Bekehrung der Heiden, aber auch von einer unterschiedlichen Körperschaft, anstatt als ein Anteil des Judentums. Das dieses der Zweck Gottes war konnte kaum verweigert werden, denn, warum würde es für die Bekehrten Heiden notwendig sein, aufzuhören Heiden zu sein, und zum Judentum zu bekehren? Es war eine Frage, die keine der Judenmacher beantworten konnte.

Es gab vermutlich einen sehr praktischen Grund für dieses zusätzliche Argument durch Jakobus. Wenig, ob irgendwelche, Neutestamentschriften waren zu dieser Zeit schriftlich belegt worden und anerkannt. Die Judenmacher mussten sich ziemlich wohlgefühlt haben, das sie sich an die alten Testament Heiligen Schriften wenden konnten, um ihre Punkte zu beweisen. Schließlich, hatte nicht Gott seinem Volk befohlen, das Gesetz zu halten? Die Heiden anders tun zu lassen, schien, eine Verletzung des Wortes Gottes zu sein. Indem er diesen Text in Amos zitierte, wie typisch von den Lehren der alten Testament Propheten, bewies Jakobus, dass die Lehre, die durch Paulus und Barnabas verteidigt wurde in der Tat eine Lehre war, die im alten Testament vorausgesagt wurde. Konnten die Gesetzliebhaber das alte Testament benutzen, um ihren Punkt zu prüfen? Jakobus benutzte die alten Testament Propheten (welche die Interpreten des Gesetzes waren), um es zu widerlegen.

Schlussfolgerung

Während wir noch nicht unsere Studie des Jerusalemrates in Apostelgeschichte 15 beendet haben, ist hier eine passende Stelle diese Lektion zu Beenden, indem wir die kritischste Frage aufwerfen die wir je stellen können. Eine Frage die ein für allemal durch die Apostel entschieden wurde: Wird ein Mensch durch Glauben alleine, oder durch Glauben plus Taten gerettet? Die Antwort der Apostel ist absolut klar, Menschen werden gerettet durch Glauben alleine:

“und Gott, der die Herzen kennt gab Zeugnis zu ihnen durch den Heiligen Geist, den Er ihnen gab, gerade so wie Er Ihn auch zu uns gegeben hat; und, Er hat keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, und reinigte ihre Herzen durch Glauben. Jetzt folglich, warum stellen Sie Gott zur Prüfung, indem Sie ein Joch auf die Schultern der Apostel setzen, ein Joch das weder unsere Väter noch wir fähig sind, zu tragen? Aber wir glauben, dass wir durch die Gnade des Herrn Jesus gerettet sind, genauso wie sie sind” (Apostelgeschichte 15: 8-11.)

Aber jetzt außer Gesetz, ist die Rechtschaffenheit Gottes durch das Gesetz und die Propheten verkündigt und bezeugt worden, sogar die Rechtschaffenheit Gottes durch Glauben in Jesus Christus, für alle die, die glauben; da gibt es keinen Unterschied (RÖM 3:21-22). Nur durch Gnade wurdet Ihr gerettet, durch Ihren Glauben; es stammt nicht von euch Selbst, es ist das Geschenk Gottes; nicht das Ergebnis eurer Taten, damit sich niemand rühmen kann (Eph. 2:8-9). Er rettete uns, nicht auf Grund unserer Taten, die wir in Rechtlichkeit getan haben, aber entsprechend seiner Gnade, durch die Reinigung der Regeneration und die Erneuerung durch den Heiligen Geist, den Er reichlich auf uns herausgoss durch Jesus Christus unseren Retter, damit, gerechtfertigt durch seine Gnade, wir Erben entsprechend der Hoffnung des ewigen Lebens (Titus 3:5-7) gemacht werden könnten.

Leider gibt es viele Kirchen die lehren, dass wir durch Glauben und Taten gerettet werden. Für einige sind solche Taten das Einalten des Gesetzes. Für andere können die Taten Taufe sein. Solche Sachen zu Lehren, beschmutzt das Evangelium, und widerspricht den Lehren der Apostel. Mein Freund, darf ich Sie fragen mit der ganzen Ernsthaftigkeit einer ewigen Bedeutung, „in was vertrauen Sie für Ihre Rettung?” Sie könnten vertrauen auf eines der folgenden: Ihre Hände hochheben, auf den Knien kriechen, ein Gebet beten, eine Karte, eine Katechismuskategorie oder eine Bestätigung unterschreiben. Solche Taten können niemanden retten. Sie könnten für einige der Ausdruck Ihres Glaubens sein, aber sie könnten auch für andere der Ersatz für den Glauben sein. Ich dränge Sie, in der Stille dieses Augenblicks zu erwägen, in wem oder, in was, Sie für das Verzeihen Ihrer Sünden und für die Versicherung des Eingangs in den Himmel Gottes vertrauen. Christus alleine ist der vollwertige Kostenträger Ihres Glaubens. Unabhängig von was Sie in der Vergangenheit getan haben, dränge ich Sie, Ihn als die einzige Rechtfertigung Ihres ewigen Lebens zu bestätigen. Er starb auf dem Kreuz für Ihre Sünden. Er war wiederauferstanden, damit Sie ewiges Leben haben können. Ewiges Leben gehört Ihnen, für das Vertrauen auf Ihn, als die ausschließliche Bedingung Gottes für Ihre Rettung.

Dieser Absatz hat viel zu denen von uns zu Sagen, die Gläubige in Jesus Christus sind. Zuerst erinnert er uns an das Herz des Evangeliums. Die Sachfragen sind solche der persönlichen Sünden, des Zorns Gottes, und der Wahrheit dass der Zorn Gottes durch den Tod von Jesus Christus befriedigt wurde, gegenüber allen die auf Ihn vertrauen. Das ist das Evangelium, das wir verkünden. Manchmal denken wir, das Gott in der hoffnungslosen Notwendigkeit von mehr Bekehrten ist, und so suchen wir, Männer und Frauen zu erwerben, indem wir ihnen allen die wundervolle Nützlichkeit des Bekehrens zum Christentum erklären. Wir deuten an, dass Gott uns mehr benötigt, als wir Ihn benötigen. Wenn wir durch Glauben alleine gerettet werden, gibt es nichts das wir sein oder tun können, das irgendwie Gott beeindruckt und Ihn neigt uns zu retten. Wenn wir die Rettung als eine Tat der Gnade Gottes betrachten, ist es Er, der die Zentralfigur ist, nicht der Mensch. Lasst uns von Apostelgeschichte 15 die Botschaft lernen, die wir den Menschen für Ihre Rettung mitteilen müssen.

Wir trauen uns auch nicht dem Evangelium neue Anforderungen hinzuzufügen, die Gott nicht selbst gesprochen hat. Häufig haben Kirchen Angst, dass, es sei denn wir benutzen eine „aggressive Verkaufstaktik,” und erklären allen Personen alles das von Christus angefordert wird, würden wir ungöttliche Christen erziehen. Dass glaube ich war die Furcht der Judenmacher. Wenn Rettung zu einfach dargestellt wird, werden die Heiden sicherlich die Kirche zum Heidentum umwandeln. Wir fügen häufig unser eigenes „Kleingedrucktes” dem Evangelium zu. Bekehrte müssen das rauchen aufhören, nie wieder Alkohol anrühren, und sich einwilligen, mit einer Liste der Kirche, „mache und mache nicht.” Lasst uns durch die strikte Gesetzeseinhaltung der Judenmacher gewarnt sein. Wir erziehen göttliche Christen nicht, indem wir ein Evangelium vorstellen, das mehr verlangt als unser Herr oder die Apostel.

Schließlich ist die Reinheit des Evangeliums nicht nur lebenswichtig, weil sie die Bestimmungen Gottes für die Rettung definiert, und das Schicksal der Menschen festsetzt, aber es ist auch lebenswichtig, weil das Evangelium den Prozess der Heiligsprechung definiert. Wenn Menschen das Evangelium manipulieren, verdrehen sie unveränderlich die biblische Lehre der Heiligsprechung. Die Mittel zur Heiligsprechung sind die selben wie für die Rettung. Die Weise auf die wir gerettet werden, ist die gleiche die zur Heiligung führt:

Für welche Er im Voraus erkannte, jene vorherbestimmte Er auch, um sie dem Bild seines Sohnes anzupassen, dass sie die Erstgeborenen vieler Brüder sein sollen; und welche Er vorherbestimmte, diese rief Er auch, und welche Er rief, jene hatte Er auch gerechtfertigt, und welche er rechtfertigte jene hatte Er auch glorifiziert. (ROEM 8:29-30.)

Seit Ihr so dumm? Angefangen durch den Geist, werdet Ihr jetzt durch das Fleisch vervollkommnet? (Gal. 3:3.)

Ich bin hinsichtlich dieser Sache überzeugt, das Er, der gutes in Ihnen anfing, wird es vervollkommnen bis zum Tag von Jesus Christus (Phil. 1:6.)

So wie ihr Jesus Christus unseren Herrn empfangen habt, so sollt ihr auch mit Ihm wandern (Kol. 2:6.)

Das Evangelium der Rettung und die Lehre der Heiligsprechung ist Einteilig. Keines ist eine Kombination des Glaubens und Menschlicher Taten. Beide umfassen menschliche Tätigkeiten, aber nur solche, die durch den Heiligen Geist angefordert und bevollmächtigt werden. Wann immer wir versuchen, Heiligkeit und Reinheit durch Gesetzliebhaberei und strikte Gesetzbeachtung zu erreichen, verdrehen wir das Evangelium von Jesus Christus.

Viele von denen, die das Evangelium verdrehen, tun nicht so direkt. Sie „treten rückwärts” in ihre Häresie. Sie beginnen mit der Behauptung, an Rettung durch Glauben in Christus alleine zu glauben, aber dann bestehen sie auf Gesetzbeachtung zur Heiligsprechung. Wenn Rettung und Heiligsprechung Einteilig sind, dann ist verdrehen das eine, genau so wie verdrehen das andere. Lasst uns sehr vorsichtig sein, dass wir den Fortschritt des geistigen Lebens in der gleichen Weise behandeln wie seinen Ursprung.


1 Harold L. Bussell, Unholy Devotion: Why Cults Lure Christians (Grand Rapids: Zondervan Publishing House, 1983), pp. 15-16. Ich empfehle Ihnen sehr dieses aufschlussreiche Buch zu kaufen und zu lesen.

2 Der griechische Text verlangt nicht, dass wir verstehen die Entscheidung der Kirche von Antiochia und ihren Führern, eine Delegation nach Jerusalem zu schicken. Western Text schlägt vor, dass es die Delegation der Judäer war, die verlangte, dass ihre Angelegenheit von den Jerusalemkirchenführern gehört wurde: Die, die von Jerusalem kamen befohlen..., Paul und Barnabas selbst, und einige andere, zu den Aposteln und Ältesten in Jerusalem zu gehen und von ihnen über diese Fragen beurteilt zu werden“, „Zitiert durch Charles W. Carter und Ralph Earle, die Apostelgeschichten (GrandRapids: Zondervan Publishing House, 1959), P. 206.

Es gibt keinen Zweifel, das die Judenmacher die Jerusalemkirche zu einer Entscheidung aufrufen. Aber der Text scheint anzudeuten, dass diese Entscheidung durch die Kirche getroffen wurde, anstatt durch das drängen dieser selbsternannten Lehrer. Vers 3 zeigt offenbar an, dass es die Kirche war, die diese Delegation gesandt hatte, wenn nicht auf ihre eigene Initiative (wie ich glaube, dass sie war), dann mindestens mit ihrem Segen, wurde sie nach Jerusalem geschickt.

3 Den Eindruck, den ich von Verses 5 und 6 erhalte ist, dass die Pharisäer in irgendeiner einleitenden Vernehmung oder Sitzung aufstanden und den Streitpunkt zur Entscheidung bringen wollten. Das Resultat war eine formalere Versammlung, während derer die Streitfrage debattiert und entschieden wurde.

4 Carter und Earle erwähnen, dass die Forderungen der Pharisäer von Vers 5 sogar mehr hier verlangen als in Vers 1 sind (Carter und Earle, P. 210.) Ich bin anderer Meinung. In Vers 1 finden wir, dass, die Lehren der Judenmacher zu den nicht Juden die Notwendigkeit des Einhalten des Brauches von Moses betonten, während in Vers 5, zu den Jerusalemkirchenführern erklärten sie, dass die nicht jüdischen Bekehrten beschnitten sein und das Gesetz von Moses einhalten müssen . In Vers 1, die Judenmacher lehrten, das die Mosaiktraditionen eingehalten werden müssen, weil es notwendig war und ihre Rettung davon abhing. In Vers 5 wurde der Grund für die Beharrung auf Beschneidung und das Einhalten des Mosaikgesetzes nicht erwähnt. Veränderten die Judenmacher ihr Argument als sie den Führern der Kirche gegenüberstanden? Er scheint so.

5 Die Bezeichnung Sekte ist das griechische Wort hairesis. Während der neuere Gebrauch geht in die Richtung der Transkription von Häresie, war dies nicht der Fall im Neuen Testament griechisch. Hier bezieht sich die Bezeichnung auf eine Splitterpartei, eine Sekte oder auf eine Gesellschaft.

6 Die gleiche griechische Bezeichnung hairesis wird in der Apostelgeschichte 26:5 gefunden, wie es in der Apostelgeschichte 15:5 benützt wird.

7 Ein Problem besteht mit dem Text in Verses 16-18 wie ihn James zitierte. Das Argument, das James vorbringt, scheint sich hauptsächlich auf dem Septuagint, die griechische Übersetzung des alten Testaments zu basieren. Diese Version unterscheidet sich vom Massoretic Text (der ursprüngliche Hebräeische). Carter und Earle (pp. 214-215) stellen fest, daß das Problem, diesmal, keine zufriedenstellenden Lösung hat. Zweifellos müssen wir die Ansicht von James als geistlich vertreten.

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